Sa - 15.04. 15:30 Uhr
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Geburtstagsparty am Hain
Manuel Schmidt (blaues Trikot, hier gegen Marcel Martinez) spielt mit dem ESV Hönebach das Nordderby und Topspiel gegen Eiterfeld/Leimbach. © Jonas Wenzel
Die Hönebacher spielen eine klasse Saison. Erst drei Spiele hat der ESV verloren , seit Anfang Oktober ist die Mannschaft von Trainer Tino Jäger gänzlich ungeschlagen und mit erst 17 Gegentreffern hat das Team eine klasse Defensive. Das alles erinnert ein bisschen an die goldenen Zeiten Ende der 1980er und der frühen 1990er-Jahre. Da „rockten“ die Eisenbahner die Region. Zweimal wurde der ESV Hönebach Meister der Gruppenliga Kassel, der man damals noch angehörte, und stieg in die zu der Zeit noch viertklassige Verbandsliga Nord (damals Landesliga Nord) auf.
ESV Hönebach im Nordderby gegen Eiterfeld/Leimbach
Beim ersten Aufstieg 1987 unter Trainer Helmut Linß stieg der Verein direkt wieder ab, nach dem zweiten Husarenstück im Jahr 1991 wurde der ESV für sechs Jahre ein Dauergast in der Verbandsliga. Coach war nun Werner Schlacher, der vom morgigen Gegner Eiterfeld kam. Udo Baum, Bernd, Dirk und Rainer Noll, Uwe Irrle und Enrico Keil sind nur einige Namen, die bis heute haften geblieben sind.
Jetzt ist eine andere Generation auf dem besten Weg, möglicherweise zum dritten Mal den großen Wurf zu landen. „Unser Trainer sagt immer, dass er uns das träumen nicht verbietet. Und ganz ehrlich? So ein Relegations-Heimspiel gegen Hessen Kassel II, das hätte schon was“, gesteht Manuel Schmidt. Für ihn könnte es ein Fest-Wochenende werden. Denn einerseits feiert er am Freitag seinen 27. Geburtstag, dazu kommt am Samstag das Spitzenspiel und das alles auch noch bei seinem Ex-Verein.
„Neun Monate habe ich ja in Eiterfeld gespielt. Dann kam die Corona-Zwangspause“, erzählt Schmidt, der aber den Weg nach Hönebach gerne gegangen ist: „Mir gefällt es in Hönebach deutlich besser, denn hier werden andere Prioritäten gesetzt. Hier steht das Kicken und die Freundschaft ganz oben an. Das ist ein super familiäres Umfeld.“
Schmidt glaubt, dass die Verbandsliga in Hönebach zu stemmen wäre: „Mehrfach chartern wir Busse zu unseren Auswärtsspielen. Das ganze Dorf steht hinter uns. Wenn wir die Relegation erreichen, dann müssten wir uns um die nötige Euphorie keine Gedanken machen“, sagt Schmidt, der einst von Friedewald/Ausbach den Sprung in die Gruppenliga wagte.
Dass Trainer Tino Jäger bereits seit Februar 2016 im Amt ist, sieht Schmidt als kein Problem an. „Es gibt keine Abnutzungserscheinungen. Der Coach schafft es immer, wieder frischen Wind reinzubringen. Das gilt für die Spieler, für das System, aber auch für seine Ansprachen. Es wird nicht langweilig“, lautet das Lob von Schmidt, der das Erfolgsrezept für Samstag beschreibt: „Man darf Eiterfeld nicht ins Rollen kommen lassen. Wenn uns das gelingt und wir gegen diese individuelle Klasse diszipliniert auftreten, dann haben wir eine Chance.“
So ein Relegations-Heimspiel gegen Hessen Kassel II, das hätte schon was. Manuel Schmidt
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