Brehl kann Hünfeld helfen
Abschiedsspiel mit Blick zur Zukunft
Noch einmal die Stutzen für die SG Elters/Eckweisbach/Schwarzbach richten, ehe es für Maximilian Brehl zum Hünfelder SV geht. Foto: Torgranate
Die Ausgangslage ist simpel. Kerzell hat die Pole Position, ein Sieg bei der SG Elters/Eckweisbach/Schwarzbach langt. Auf einen Patzer hofft die HSV-Reserve, die die Hausaufgabe gegen das Schlusslicht SG Gundhelm/Hutten zu meistern hat. Und zu guter Letzt hofft Petersberg, dass keines der beiden Teams gewinnt und ein Sieg gegen die SG Oberzell/Züntersbach zum Ligaverbleib reicht. Die komplizierte Rechnerei hat am Sonntag gegen 17.30 Uhr ein Ende – und zwei Teams werden den Gang in die Kreisoberliga antreten müssen.
Einer, der mit der ganzen Sache eigentlich nichts zu tun hat, ist Maximilian Brehl. Der Akteur von EES kann in dieser Saison nur noch ein Ziel erreichen: die Meisterschaft. Zwar nur in der Abstiegsrunde, jedoch für viele Vereine ein schönes Zu-Brot. Und diesen Titel kann Brehl in seinem Heimatort womöglich feiern. Zum Abschied. Denn der gebürtige Schwarzbacher wechselt zu seinem Ex-Verein Hünfeld. Die Verbandsliga wird's sein, aber dennoch geht sein Blick selbstredend auch zur Reserve. Und deshalb mischt er mit im Abstiegskampf und möchte seinem neuen, alten Verein unter die Arme greifen.
"Die Sympathien für den HSV sind natürlich vorhanden, weshalb ich lügen würde, wenn ich nicht Hünfeld den Klassenerhalt wünsche. Ich kenne Niclas Rehm (Trainer der Reserve, Anm. d. Red.) schon eine ganze Weile, wir haben in dieser Woche mal telefoniert und ich habe ihm versprochen, dass wir alles reinwerfen. Ich finde, dass Hünfeld in die Gruppenliga gehört und dann hätten wir nächste Saison eine Verbands- und Gruppenligamannschaft", sagt Brehl. Die Gedanken kreisten in den vergangenen Tagen einige Male um das Spiel. Für das heutige Geburtstagskind – Brehl wird 29 – ist es ohnehin selbstverständlich, sich ordentlich zu verabschieden. "Wir haben Sportfest und wollen alles mitnehmen, was möglich ist. Fakt ist jedoch, dass Kerzell eine gute Truppe hat und es in der Liga schon immer so war, dass jeder jeden schlagen kann." Sollte der Abschied Brehls glücken, wird vielleicht noch der eine oder andere Hünfelder am Sonntagabend auf dem Schwarzbacher Sportfest um die Ecke schauen.
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