SV Wölf
Am Ende wollen die Wölfe ernten
Wenn Michael Straub mal nicht zum Fallrückzieher ansetzt, möchte er mit seiner Mannschaft in dieser Saison den großen Wurf schaffen. Foto: Kevin Kremer
Dass die Wölfe zweimal in Folge laut Plan spielfrei sind, liegt an der kleinen 14er-Liga, die trotzdem die üblichen 30 anstatt 26 Spieltage hat. Ähnlich ist es auch schon Kirchhasel und Eiterfeld/Leimbach II ergangen, Soisdorf spielt sogar erst wieder am 3. November. "Wir haben jetzt einfach die Zeit genutzt, um Körner zu sammeln und Wunden zu lecken", freut sich Spielertrainer Michael Straub, dass einige angeschlagene Akteure regenerieren konnten. Zudem wurde auch im Teambuilding-Bereich außerhalb des Sportplatzes als Mannschaft gemeinsam Zeit verbracht.
Aus sportlicher Sicht kam die Pause aber nicht gerade gelegen, nachdem der Primus zuletzt dreimal in Folge die Punkte hatte teilen müssen. "Deshalb hätten wir gerne die Chance gehabt, schnell wieder einen Sieg einzufahren. Wir wollen uns wieder auf das besinnen, was wir zuletzt haben vermissen lassen", so Straub, dem insbesondere die Chancenverwertung zuletzt missfiel. "Wenn man oben steht, muss man so dreckige Dinger eigentlich mal gewinnen."
Doch seiner recht jungen Mannschaft fehlt ein abgezockter Vollstrecker; bis man einen Wolf auf der Torschützenliste sieht, muss man etwas scrollen. Ansonsten ist der Spielertrainer aber voll des Lobes: "Ich habe in dieser Saison noch keinen gesehen, der spielerisch besser agiert als wir. In den vergangenen zwei Jahren haben wir uns gut entwickelt, am Ende wollen wir auch ernten, was wir gesät haben."
Was der 31-Jährige meint: Obwohl der Tabellenführer am Wochenende wohl seine Spitzenposition verlieren wird, soll am Ende der Saison das Maximum erreicht werden. "Wir wollen ganz vorne mitmischen und jeden einzelnen Spieler in Richtung Kreisoberliga lenken", betont der ehemalige Burghauner, der schon früh in der Saison öffentlich einen Platz unter den ersten drei Teams anvisiert hatte. "Jetzt haben wir bis auf Werratal gegen alle Teams gespielt, wissen also, was in der Rückrunde auf uns zukommt. Ich hoffe, dass die Jungs im kommenden halben Jahr den Fußball in den Vordergrund stellen können."