Auch im dritten Jahr geht es nur gegen den Abstieg

Carlo Sauerbier ist trotz der Tabellenlage überzeugt von seinem Team.

Wie es ist, am unteren Ende der Tabelle zu stehen, sollte der SG Maberzell/Gläserzell inzwischen bekannt sein. Seit dem Zusammenschluss der beiden Dörfer, die nur durch den Illerswald getrennt sind, im Jahr 2014 konnte zunächst nur als Drittletzter und im Folgejahr über die Relegation der Klassenerhalt in der A-Liga gesichert werden. Und auch in dieser Saison sieht es alles andere als gut aus: Mit zwei Punkten steht die Spielgemeinschaft auf dem letzten Tabellenplatz.

"Die Qualität in der Mannschaft ist aber da", betont Carlo Sauerbier, seit Sommer Übungsleiter der SG Maberzell/Gläserzell. Deswegen ist der 37-Jährige nach wie vor vom erneuten Ligaverbleib überzeugt - obwohl der Tabellenvorletzte Buchonia Fulda schon vier Punkte entfernt ist. "Für uns gilt es jetzt darum, bis zum Winter nicht den Anschluss zu verlieren. Danach müssen wir dann eine Schippe drauflegen. Wenn wir erstmal ein Erfolgserlebnis haben, bekommen wir vielleicht einen Schub."

Einen Dreier gab es in dieser Spielzeit nämlich noch gar nicht zu bejubeln. Zwei Unentschieden stehen sieben Niederlagen gegenüber, beide Punkteteilungen gab es gegen die direkten Konkurrenten Buchonia Fulda und Türkischer SV (beide 3:3). "Es ist ja nicht so, dass die Gegner uns an die Wand spielen. Wir bestrafen uns aktuell aber selbst, sind nicht in der Lage, unsere individuellen Fehler abzustellen", erklärt Sauerbier, der als Beispiel die jüngste 2:6-Niederlage gegen Marbach nennt. "Nach dem 0:2-Rückstand haben wir uns zurückgekämpft und die Chance zur Führung. Das ist uns nicht gelungen, stattdessen sind wir nach dem Gegentor dann völlig eingebrochen."

Dazu kommt, dass dem Spielertrainer einige verletzte Akteure zurzeit nicht zur Verfügung stehen. Auch Sauerbier selbst fällt aufgrund eines Faserrisses unterhalb der Achillessehne derzeit aus und kann seinem Team nur von außen helfen. Trotz aller Negativerlebnisse bereut der 37-Jährige den Einstieg in den Trainerjob aber nicht. "Ich bin froh, den Schritt gemacht zu haben. Die Arbeit mit den Jungs macht richtig viel Spaß." Nur der sportliche Erfolg fehlt noch. Der soll aber in den kommenden Wochen nach und nach kommen.