Corumlu: „Rang vier ist für uns wie Platz eins“
Denn nach einem tollen Saisonstart mit 16 Punkten aus sieben Begegnungen folgte ein Einbruch, so wurden aus den vergangenen acht Spielen nur sieben Zähler geholt. „Wir haben viele Punkte liegengelassen, aber auch glückliche Siege gefeiert“, sagt Corumlu, der deshalb der Meinung ist, „dass der aktuelle Tabellenstand in Ordnung geht und die bisher erbrachten Leistungen von uns widerspiegelt. Wir haben nach einem richtig guten Start nachgelassen.“
Bemerkbar habe sich vor allem gemacht, dass die Studenten nach und nach aus dem Trainingsbetrieb weggebrochen sind. „Das kannst du eine gewisse Zeit kompensieren, aber irgendwann fehlt dir ohne Training die Puste. Potenzial ist bei uns vorhanden, aber das alleine reicht eben nicht. Wir müssen es auf den Platz bekommen“, fordert Corumlu, der das Saisonziel für die Restrunde klar formuliert: „Rang vier ist für uns wie Platz eins. Diese Platzierung streben wir an.“
Und diese ist nach dem Empfinden von Corumlu realistisch. „Wenn ich die A-Liga Fulda mit der Fulda-Lauterbach-Staffel vergleiche, in der ich vor zwei Jahren noch mit Hauswurz gespielt habe, muss ich feststellen, dass unsere Liga wesentlich schwächer ist. Das sieht man vor allen an den Gegentorzahlen der Vereine“, sagt Corumlu und verweist darauf, dass Marbach mit 20 Gegentreffern in 16 Begegnungen die beste Defensive der Liga stellt. „Dort gilt es für uns anzusetzen. 37 geschossene Treffer sind absolut in Ordnung, 33 Gegentreffer aber zu viele.“
Gerade die Personalprobleme in der Defensive haben sich hier bemerkbar gemacht, da brachte auch die Umstellung von Viererkette auf Libero nichts. „Der gewünschte Effekt konnte nicht greifen, weil uns dann wieder wichtige Stützen weggebrochen sind“, erklärt der Ex-Spieler des TSV Rothemann, der vor der Saison eigentlich als Spieler kürzertreten wollte. 14 Spiele und 15 Treffer später wird aber schnell deutlich, Corumlu ist im Angriff unersetzbar für die SGG. „Ich glaube, ich bin trotz meiner 34 Jahre noch in der Lage, der Mannschaft zu helfen“, sagt Corumlu.
Auffällig ist zudem in dieser Spielzeit: Gerade auf dem fremden Plätzen tut sich seine Elf extrem schwer und verlor sechs seiner neun Begegnungen auswärts. „Wir fühlen uns zuhause einfach wohler. Bei uns am Platz ist immer Action am Platz und die Mannschaft wird von dieser Atmosphäre getragen. Hinzu kommt, dass uns der große Platz in die Karten spielt.“
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