Das Bier muss Jaksch nun selbst ausschenken
Ein Stein vom Herzen ist Jaksch schon gefallen, als er seinen ersten Ligatreffer für die SGE erzielt hatte. Denn zuvor scheiterte der Neuzugang noch vom Elfmeterpunkt und verpasste so den Führungstreffer, den er so stattdessen kurz nach der Halbzeit erzielte. Dass der 28-Jährige schon in seinem ersten Spiel die Verantwortung übernehmen durfte, kommt wenig überraschend - vielmehr soll er genau diese Rolle einnehmen: "Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich immer versuche, Verantwortung zu übernehmen", betont Jaksch.
Das kann er nicht nur auf dem Feld, sondern auch jenseits des Platzes. Als spielender Co-Trainer ist Jaksch Robert Schorsteins rechte Hand, dazu bilden beide im Spiel eine kongeniale Doppelsechs. "Wir beide kennen uns, seit wir zehn oder elf sind. Es passt einfach, die Rolle als spielender Co-Trainer ist dazu genau das, was ich mir vorstelle", betont der defensive Mittelfeldspieler, der bei seiner Zusage in der Rhön aber noch nicht mit dieser Aufgabe gerechnet hatte. Durch den Umzug von Schorsteins Vorgänger Romeo Schäfer nach Mönchengladbach musste aber umjustiert werden.
"In der Rhön wird was los sein"
"Generell habe ich bei Ehrenberg viel Spaß. Es sind viele coole Jungs dabei, auch neben dem Platz herrscht eine gute Stimmung", betont der Ex-Borusse, der nach vielen Jahren beim SCB "einfach Lust hatte, etwas komplett Anderes zu machen. Ich wollte mal weg aus der Stadt und auch nicht mehr den Aufwand betreiben. Die Prioritäten haben sich so ein bisschen verschoben. Hier läuft alles ein bisschen entspannter ab, wenn man mal fehlt oder in den Urlaub fährt, muss man sich nicht direkt rechtfertigen."
Aber das ist nicht der einzige Unterschied, den Jaksch bei seinem neuen Club ausgemacht hat: "Ich habe schon vorher gemerkt, dass der Verein scheinbar wenig falsch macht. Schließlich bleiben fast alle Spieler nach ihrem Wechsel und gehen nicht nach einem Jahr schon wieder", so der 28-Jährige, dem insbesondere das familiäre Klima gefällt: "Hier steht der Verein mehr im Vordergrund. Auf dem Sportfest in Wüstensachsen musste ich auch schon Bier ausschenken", lacht Jaksch.
Apropos Wüstensachsen: Da gastiert am Sonntag die SG Elters/Eckweisbach/Schwarzbach zum Derby. "Wir haben natürlich wahrgenommen, dass sie am ersten Spieltag 6:0 gewonnen haben. Da haben sie schon ein richtiges Ausrufezeichen gesetzt." Auf das Wiedersehen mit seinem ehemaligen Teamkollegen Daniel Schirmer sowie die Kulisse freut sich der Neuzugang: "Ich denke, dass in der Rhön was los sein wird."
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