Fr - 10.08. 19:00 Uhr
RP Petersberg (Weiherweg)
150
Leonard Plutz (Burghaun)
Dem Kollektiv stellt sich nur Labendsch entgegen
Es war schon erschreckend, wie sich die Mannschaft vor heimischem Publikum am Waidesgrund präsentierte. Ohne Körpersprache, ohne Elan, ohne Kommunikation auf dem Platz. Kaum eine Torchance erspielte sich das Team, konnte darüber hinaus froh sein, dass Stefan Labendsch im Tor eine klasse Partie zeigte und zahlreiche Gästechancen vereitelte. Labendsch war erst kurz vor Anpfiff ins Team gerückt, weil der unter der Woche kränkliche Timo Goldbach den Daumen senkte. Beinahe wäre auch für Labendsch der Abend früh beendet gewesen, als ihn Bogdan Cojucaru unglücklich im Gesicht traf. Labendsch wurde minutenlang verarztet, im Gesicht gut sichtbar gepflastert und konnte weitermachen.
Genau in diese allgemeine Aufregung herein, nämlich direkt nachdem es weiterging, war die Festspielstadt eine Sekunde unaufmerksam und Boris Aschenbrücker durfte seinen Torriecher zum zwischenzeitlichen Ausgleich unterstreichen (19.). Doch neben Kubilay Kücüklers Freistoß aus 24 Metern (10.) und Patrick Stupps verzogenem Hammer (29.) war dies eine von nur drei nennenswerten Torgelegenheiten Petersbergs.
Erfolgserlebnis dringend gesucht
In der zweiten Halbzeit reichte es trotz Rückstands nicht zu einem Abschluss. "Wir benötigen dringend ein Erfolgserlebnis", konstatierte RSV-Trainer Jürgen Krawczyk nach dem schwachen Auftritt, in dem er Entschlossenheit wie Zweikampfhärte vermisste. Und nachdem nun nach zwei Partien noch die Null auf dem Punktekonto steht, wird mehr denn je deutlich, dass die Petersberger den Aderlass vor der Serie nicht verkraftet haben und im "Übergangsjahr" mit ziemlicher Sicherheit keine Rolle im vorderen Bereich der Tabelle spielen werden.
Ganz im Gegenteil die Gäste, die im 4-4-2 extrem stabil standen, dabei mit den schnellen Spitzen Philipp Prokopenko und Emannuel Crawford viele Nadelstiche setzten und irgendwann das Spiel beherrschten, obwohl dies nicht mal der Matchplan zu sein schien. "Von Spiel zu Spiel", sagte Co-Trainer Tobias Grimmer dennoch in aller Demut und unterstrich, "dass wir zunächst die 40 Punkte für den Klassenerhalt benötigen". Der Sieg war hochverdient, auch weil eine echte Teamleistung abgeliefert wurde, aus der niemand so richtig rausstechen, aber auch nicht abfallen wollte.
Die Statistik:
RSV Petersberg: Labendsch – Kilian, M. Aschenbrücker, Bott, Ströder – Bleuel (34. Ehresmann), Lindiger (77. Reinhard) – Kücükler, von Pazatka, Stupp (46. Schlotzhauer) – B. Aschenbrücker.
SG Festspielstadt: Brunner – Kostadinov, Pfalzgraf, Rakk, May – Schlensog, Emmerich, Müller-Siebert, Cojocaru – P. Prokopenko (64. Oelschläger), Crawford (76. El Ouariachi).
Schiedsrichter: Leonard Plutz (Rot-Weiß Burghaun).
Zuschauer: 150.
Tore: 0:1 Bogdan Cojocaru (4.), 1:1 Boris Aschenbrücker (19.), 1:2 Emmanuel Crawford (23.), 1:3 Lahbib El Ouariachi (84.).
Gelb-Rote Karte: Marc Aschenbrücker (90.+1, Petersberg).