"Der Reiz als Spielertrainer zu arbeiten war größer"

Niklas Kraus (links) tritt in Mackenzell seine erste Station als Spielertrainer an.

Niklas Kraus wird ab Sommer Spielertrainer in Mackenzell – und das mit gerade einmal 23 Jahren. Mit Frank Hohmann wird der gebürtige Steinbacher dabei seine erste Trainerstation antreten; obwohl der Spielmacher von Dittlofrod/Körnbach auch höherklassige Angebote hatte.

"Der Reiz als Spielertrainer zu arbeiten war, für mich einfach größer", so Kraus, der auch Angebote von höherklassigen Vereinen hatte. "Ich hätte mir schon vorstellen können, ab Sommer noch einmal höherklassig anzugreifen. Die Überlegungen, als Spielertrainer zu arbeiten, hatte ich schon länger. Das Spielertraineramt bringt mich jetzt persönlich einfach weiter. Das Angebot kam zur richtigen Zeit", erklärt der 23-Jährige, der bisher nur seinem Vater Eberhard Kraus im Jugendbereich des SV Steinbach über die Schulter geschaut habe, sonst aber keine Trainererfahrung gesammelt hat. Wissbegierig zeigt sich der gebürtige Steinbacher schon jetzt: Aktuell macht er seinen ersten Trainerschein, im Sommer will er die B-Lizenz in der Tasche haben.

Großen Anteil für die Zusage in Mackenzell hatte Frank Hohmann, mit dem Kraus das Spielertraineramt bekleiden wird. "Frank war der entscheidende Faktor, er hat mich angesprochen. Der Einstieg ins Trainergeschäft ist schwer, da bin ich froh, dass ich dieses Angebot bekommen habe. Außerdem passt das Konzept in Mackenzell gut zu meinen Vorstellungen", freut sich Kraus. Da das Amt zeitlich enorm aufwändig sei, wird die Aufgabe geteilt: "Wenn einer mal nicht kann, übernimmt der andere das Training, das ist definitiv von Vorteil."

Von einer baldigen Rückkehr in die Kreisoberliga will der Spielmacher aktuell aber noch nichts wissen. "Wir wollen unter die ersten fünf der Liga kommen. Alles andere, wie zum Beispiel der Aufstieg in die Kreisoberliga, ist nach jetzigem Stand noch zu weit weg." Außerdem hängt auch noch viel davon ab, wie die Mannschaft die taktischen Veränderungen der neuen Spielertrainer umsetzen wird. "Ich kann mir gut vorstellen, auf Viererkette umzustellen. Das kommt jedoch auch auf das vorhandene Personal an."

Bevor es jedoch im Sommer in Mackenzell eine neue Aufgabe geben wird, steht noch die Restrunde bei Nord-Kreisoberligist Dittlofrod/Körnbach an. "Nach fünf Jahren hier fällt der Abschied natürlich extrem schwer. Gerade, weil ich mit vielen Leuten zusammen spiele, mit denen ich schon in der Jugend in Steinbach zusammen gekickt habe", so der 23-Jährige, der sich für die ausstehenden Spiele mit dem Tabellenzehnten noch einiges vorgenommen hat: "Ein paar Plätze will ich auf jeden Fall noch hoch. Wir haben eine gute Mannschaft, müssen nur vom Verletzungspech verschont bleiben. Das Potenzial ist sicherlich vorhanden."