1808 Zuschauer dürfen kommen

„Derby-Götze“ schielt auf einen Punkt

Marc Götze (links) will mit seinen Fliedenern endlich gegen Barockstadt (hier Leon Pomnitz) bestehen. Foto: Charlie Rolff

Ein viel besseres Eröffnungsspiel für Gruppe A der Hessenliga hätte man wahrlich nicht wählen können. Mit Barockstadt und Flieden treffen Freitag (19 Uhr) die besten Osthessen der Vorsaison aufeinander. Die Rollen könnten dennoch nicht klarer verteilt sein.

„Barockstadt verstärkt sich Jahr für Jahr aufs Neue. Da wird es Jahr für Jahr schwieriger mitzuhalten, selbst in einem Derby“, sagt Fliedens Mittelfeldspieler Marc Götze. Der 28-Jährige muss es wissen, schließlich wurde er von Torhüter Lukas Hohmann schon vor Jahren zum „Derby-Götze“ getauft. Alles fing an mit seinem allerersten Osthessen-Duell im Buchonen-Dress, als Flieden 2015 zu Gast bei Borussia Fulda war. Bei seinem Ex-Club wurde Götze eingewechselt und erzielte kurz vor Schluss den 3:2-Siegtreffer – anschließend gelang Flieden kein Ligasieg im Stadion. Auch im Oktober machte der Offensivmann seinem Spitznamen alle Ehre, als er im letzten Hessenliga-Spiel vor der Corona-Pause doppelt beim 3:0 gegen Hünfeld traf.

„Solche besonderen Tore vergisst du nicht. Die Derbys kitzeln mich. Da freut man sich schon am Anfang der Woche drauf, weil man weiß, dass eine tolle Atmosphäre herrschen wird. Aber ob ich die Tore schieße oder jemand anderes, ist im Endeffekt völlig egal“, unterstreicht Götze, der zugleich zugeben muss, dass die letzten Fliedener Auftritte gegen Barockstadt nicht von Erfolg gekrönt waren. Seit sich Lehnerz und Borussia Fulda 2018 zur SG Barockstadt zusammenschlossen, gab es für die Buchonia in vier Pflichtspielen rein gar nichts zu holen. Zuletzt fehlten in den direkten Duellen oft Mut und Entschlossenheit. „Unsere klassischen Fliedener Tugenden wie Leidenschaft und Ehrgeiz haben wir da nicht an den Tag gelegt, die brauchen wir aber. Vielleicht können wir dann einen Punkt mitnehmen, damit würden wir uns sicherlich zufrieden geben“, sagt Götze.

1808 Zuschauer zugelassen

Zumal die Vorbereitung im Königreich alles andere als optimal verlief. In den Testspielen überzeugte der Hessenligist selten, zudem kamen einige Spielabsagen hinzu. „Wir haben sieben, acht Monate keinen Fußball gespielt. Es ist klar, dass es in Sachen Fitness und Spritzigkeit beim ein oder anderen fehlt. Aber das kommt hoffentlich noch“, bleibt der 28-Jährige optimistisch. Das erste Saisonspiel gegen einen übermäßigen Gegner als letzten Test zu sehen, verbietet sich schließlich allein schon aufgrund der Tatsache, dass sich kein Verein im neuen geteilten Modus ein Abschenken erlauben darf.

Dass das Derby kurzerhand vorverlegt wurde, hat derweil einen traurigen Grund. Da mit Robert Müller, nach dem die neue Tribüne am Weiher benannt ist, ein Ehrenmitglied verstorben ist und die Beerdigung am Samstag um 14 Uhr stattfindet, einigten sich die Vereine auf den Termin am Freitag. Maximal 1.808 Zuschauer (inklusive genesene und geimpfte Personen) sind für das Spiel in der Johannisau zugelassen. Diese Regelung ist bis zu einem Inzidenzwert vor Ort von 100 gültig. Ein negativer Corona-Test oder andere Nachweise müssen nicht vorgezeigt werden. Tickets können bereits im Vorfeld auf der Barockstadt-Website erworben werden.

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