Interview
„Die A-Liga ist nicht nur wirtschaftlich wichtig“
Christian Dubowy (Bildmitte) hofft, in der kommenden Spielzeit mit dem SV Großenbach einen A-Ligisten übernehmen zu dürfen. Foto: Charlie Rolff
Sie haben im März beim SV Großenbach für die neue Saison zugesagt. Auch als Trainer eines B-Ligisten?
Ich werde das Amt defintiv in Großenbach antreten, selbst wenn es die B-Liga ist. Zum damaligen Zeitpunkt war natürlich noch nicht abzusehen, dass es derart eng mit der A-Liga werden würde. Der Vorstand hat allerdings immer mit offenen Karten gespielt, es wurde von Anfang an zweigleisig geplant. Das Szenario lag somit immer vor Augen.
Der Nachbar aus Kirchhasel könnte Großenbach nun in die B-Liga schicken. Haben Sie einen Einblick in das Verhältnis beider Vereine?
Einige Berührungspunkte hatte ich bereits. Mit Mario Henning (Spielertrainer des SV Kirchhasel, Anm. d. Red.) habe ich schon zusammengespielt. Es ist immer ein Derby mit einer gewissen Brisanz. Feindschaft herrscht jedoch nicht, sondern nur sportlicher Ehrgeiz. Ich hoffe natürlich, dass Kirchhasel auch kommende Saison das Derby bestreiten möchte.
Die Hoffnungen des SVG liegen deshalb voll bei Kirchhasel?
Trotz gesichertem Klassenerhalt hoffe ich, dass Mario und sein Team die Motivation weiterhin besitzen. Ich werde jedenfalls vor Ort sein und die Daumen drücken.
Läuft es schlecht, steht der Abstieg. Läuft es gut, könnte es über die Relegation aber auch noch eine Etage tiefer gehen ...
Dann ist klipp und klar das Ziel, dass wir sofort wieder aufsteigen und die B-Liga hinter uns lassen. Die A-Liga ist für den Verein wichtig, sowohl sportlich als auch wirtschaftlich. Fahrten nach Lauterbach sind extrem weit, zumal keine Zuschauer mitkommen werden.
Sie selbst mussten zuletzt wegen eines Kreuzbandrisses pausieren. Ist eine Rückkehr auf den Platz geplant?
In naher Zukunft nicht. Ich will mich vorerst richtig auskurieren und dann wird es sich zeigen. Vieles hängt von unserer Personaldecke ab.
Beim SV Großenbach treten Sie Ihre erste richtige Trainerstation an, nachdem Sie in Burghaun bereits interimsmäßig aktiv waren. Wie kam es dazu?
Das halbe Jahr in Burghaun mit Janis Gavos hat mir sehr viel Spaß bereitet und ich konnte erstmalig reinschnuppern. In Großenbach hat dann einfach das Gesamtpaket gestimmt, denn von meinem Wohnort Hünfeld sind es gerade einmal zwei Autominuten bis zum Sportplatz.
Bitte melde Dich an, oder registriere Dich, um Kommentare schreiben zu können