Gruppenliga Fulda
14. Spieltag


SG Schlüchtern

0

:

2


TSV Künzell

Anpfiff

Fr - 27.10. 19:00 Uhr

Spielstätte

RP Schlüchtern-Elm

Zuschauer

170

Schiedsrichter

Steffen Maaß (Bruchköbel)

Die hoch gelobte Leidenschaft kam abhanden

Schlüchterns Coach Marco Link konnte nicht zufrieden sein. Archivfoto: Ralf Hofacker

Nach dem Hoffnung verbreitenden Spiel vom vergangenen Sonntag, der 0:2-Niederlage gegen das Spitzenteam des FC Eichenzell, erlaubte sich die SG Schlüchtern/Elm eine neuerliche 0:2-Pleite gegen den TSV Künzell. In Sachen Einstellung, Engagement und Leidenschaft konnte man der Elf von Trainer Marco Link nur einen Rückschritt attestieren.

Denn es dauerte sage und schreibe bis zur 88. Spielminute, bevor die SG Schlüchtern/Elm auf dem holprigen Geläuf des Elmer Sportplatzes zu ihrer ersten echten Torgelegenheit kam. Der Schuss von Dennis Nix klatschte an den linken Pfosten des Künzeller Tores, eben jenen Bestandteil des Kastens visierte im Nachschuss auch Si Moon Mané an. Vielleicht hätte Schiedsrichter Steffen Maaß aus Bruchköbel fünf Minuten vor der Pause auf Strafstoß für die Spielgemeinschaft erkennen können. Das war es aber auch schon in Sachen Offensivbemühungen: Eine höchst nüchterne und auch ernüchternde Bilanz.

Ganz anders agierten die Gäste aus Künzell, die bislang einen miserablen Monat Oktober mit Niederlagen gegen Großenlüder, Hosenfeld und sogar gegen Kerzell zu beklagen gehabt hatten. In 90 von 100 Fällen waren die Künzeller im Zweikampf den entscheidenden Schritt früher am Ball, weil sie ganz einfach wacher, konzentrierter und wohl auch motivierter zur Sache gingen.

Schon nach 45 Minuten hätte der TSV eigentlich vorne liegen müssen. Nach 16 Minuten durfte sich Schlüchtern/Elm bei Keeper Fabian Zarnack bedanken, der einen Schuss von Christian Isselstein noch um den Pfosten lenkte. Die anschließende Ecke fand Künzells Jonas Aschenbrücker, dessen Kopfball an die Latte klatschte. Vor allem der wieselflinke Simon Herbach im Sturmzentrum sorgte wiederholt für Aufruhr in der gewiss nicht schwachen Schlüchtern/Elmer Abwehr.

Was schon längst überfällig war, vollzog sich dann zehn Minuten nach dem Seitenwechsel. Ein blitzsauberer Angriff über die rechte Seite endete mit der präzisen Flanke von Sebastian Kress auf den Kopf von Simon Herbach, der zur Führung vollendete. Zehn Minuten später griffen die Gäste abermals über die schwach besetzte linke Abwehrseite der Platzherren an. Erneut schlug Sebastian Kress das Leder nach innen, dieses Mal jedoch flach auf den Fuß des vollstreckenden David Bettendorf.

Die entscheidenden Spieler beim Sieger, Sebastian Kress und Simon Herbach, wurden zur Belohnung früher von Trainer Tobias Hahner unter die Dusche geschickt. / osl

Die Statistik:

Schlüchtern/Elm: Zarnack; Nix, Klein, Lenz, Hrkic – Arapi, Schlichting, Richter (46. Mané), Slowinski (36. Scholz), Puric – Zintel (52. Mat)
Künzell: Hahner; Aschenbrücker, Jacobi (85. Breunung), Schlott, Issselstein – Becker, Scholz, Kress (76.Henning), Bettendorf – Sharif, Herbach (89. Weimer)
Schiedsrichter: Steffen Maaß (Bruchköbel). Zuschauer: 170. Tore: 0:1 Simon Herbach (55.), 0:2 David Bettendorf (65.).

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