"Die Mechanismen greifen"
In nur fünf Spielen erzielte Kallée acht Treffer, Spitzenwert der Liga, mit dem nur Teamkollege Adrian Bohle und Dennis Schneider vom VfL Philippsthal mithalten können. Beim SV Unterhaun läuft es wieder, doch das sah vor einigen Wochen noch anders aus, als die Wölfe neben den früh verletzten Stammspielern wie Jannik Holl auch noch auf ihren Coach Kallée verzichten mussten, der sich am ersten Spieltag gegen die SG Ausbach/Friedewald einen Muskelfaserriss zugezogen hatte. Die Folge waren vier Punkte aus sieben Spielen. Auf Dauer zu wenig, um an den Spitzenteams der Liga dranzubleiben. "Anfangs mussten wir mit dem neuen System klarkommen. Neuer Trainer, neue Spieler. Es hat tatsächlich gedauert bis die Mechanismen gegriffen haben", schaut Kallée zurück, hält aber fest, "nicht vom Konzept abzugehen und weiterhin Woche für Woche hart zu arbeiten".
Die harte Arbeit im Training solle nachhaltig Erfolge mit sich bringen. Das Ziel, die Verteidigung zu verbessern und weniger Gegentore zu kassieren als vergangene Saison, scheint bislang realisierbar. 102 erzielte und 79 kassierte Tore reizten besonders dazu, die Defensivleistungen aufzuarbeiten. "Wir sind defensiv allzeit gut dabei. Über zehn Gegentore in 13 Spielen kann man sich, auch im Rückblick auf die vergangene Saison, nicht beschweren", macht der Mittelstürmer klar und ergänzt, "dass es viele kleine Schritte sind, um am kürzlichen Erfolg anzuknüpfen und weiterhin auf der Siegesstraße zu verweilen".
Verweilen wollte Kallée zuletzt beim SVA Bad Hersfeld nicht und konkretisierte seine einjährige Pause vom Fußball-Geschäft. "Irgendwann war bei mir der Akku leer. Wenn ich etwas mache, dann möchte ich das mit 100 Prozent machen und jetzt, nach meiner Pause, habe ich wieder das Gefühl, dass der Akku aufgeladen ist", fügt der Gesamtschullehrer seiner jetzigen sportlichen Situation hinzu. Abschließend betont Kallée aber auch einen anderen Faktor, der ihn zu den Wölfen führte. "Die Kameradschaft rund um den Verein ist fantastisch und ich habe hier direkt das Gefühl bekommen, dass der Verein unbedingt mit mir arbeiten möchte." Sein Credo: Nachhaltige, erfolgreiche Arbeit mit dem SV Unterhaun.
Autor: Dominic Dylka
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