„Die Selbstdisziplin muss hoch sein“

Christian Dubowy (links) und Janis Gavos bilden bis Winter das Spielertrainerduo beim RWB. Fotos: Johannes Götze

Zwei Trainernovizen haben den SV Rot-Weiß Burghaun übernommen, Christian Dubowy (32) und Janis Gavos (25) werden bis zur Winterpause das Sagen haben und äußerten sich nun erstmals zu ihrer Mission.

Nein, als Himmelfahrtskommando sieht das Duo die Mission nicht an, nicht einmal als Herkulesaufgabe. „Wir haben drei, vier Mannschaften auf Augenhöhe, gerade gegen die müssen wir unsere Spiele gewinnen“, sagt Dubowy und Gavos fügt an, „dass wir gute Spieler in unserer Mannschaft haben, die aber mit mehr Selbstvertrauen eben erst wieder funktionieren müssen“. Gerade das angeknackste Selbstvertrauen ist auch für Dubowy ein großes Thema, wie er freimütig zugibt: „Wir haben zweieinhalb Jahre ja fast nur auf die Fresse bekommen, da ist es schon nicht einfach, aber wir haben schon erste Schritte in die richtige Richtung unternommen.“ So seien bereits die Auftritte gegen FT Fulda (0:2) und Kiebitzgrund/Rothenkirchen (2:3) vernünftig gewesen, nun konnte gegen Ulstertal (4:1) endlich der erste Sieg gefeiert werden.

Dass beide das Team übernommen haben, lag auch daran, dass sie nach dem urplötzlichen Rücktritt Thomas Reiths direkt vor dem Punktspiel gegen FT Fulda die Initiative übernommen hatten und das Team interimsmäßig gecoacht hatten. „Der Verein wollte auch jetzt Schnellschüsse vermeiden, nun bekommt er mehr Zeit und muss nicht überhastet eine Entscheidung treffen“, bekundet Dubowy und Gavos betont, „dass bereits die letzten zwei Wochen viel Spaß gemacht haben“. Er selbst sei unter Sven Bednarek, der ihn zum Kapitän machte, zum Führungsspieler gereift, Dubowy ist ohnehin schon ein alter Hase. Dennoch sei die Situation nun die besten Kumpels zu trainieren nicht einfach, allerdings ist Gavos überzeugt, „dass wir noch enger zusammenrücken können, als wir das ohnehin schon waren. Der Spaßfaktor im Training ist zurück, aber natürlich ist auch eine hohe Selbstdisziplin erforderlich“.

Nach dem letzten Spiel Ende November wolle man sich noch einmal mit dem Vorstand zusammensetzen, allerdings scheint eine externe Lösung dann höchstwahrscheinlich. Dubowy selbst wird auch nur noch bis dahin die Schuhe schnüren, dies habe er dem Vorstand bereits mitgeteilt. Schon im Sommer hatte er eigentlich aufhören wollen. Selbiges gilt für Galionsfigur Andreas Weber, ihm machen nach wie vor Knieprobleme zu schaffen und so habe er nun für sich entschieden, im Winter aufzuhören. „Bis dahin macht Blondi uns zuliebe aber noch weiter“, erklärt Gavos, der das Kapitänsamt auf seinen Bruder Nico übertragen hat. Bislang war er selbst Spielführer.