Diverse Knochenbrüche am Kopf

Younes Idrissi hat es im Spiel gegen Petersberg übel erwischt. Foto: Charlie Rolff

Das unbefriedigende 1:1 (1:1) zum Verbandsliga-Saisonauftakt im Waidesgrundstadion des RSV Petersberg rückte bei der SG Bad Soden schnell in den Hintergrund. Mannschaft und Trainerstab stehen unter dem Eindruck der schweren Verletzung ihres Innenverteidigers Younes Idrissi. „Eine Katastrophe“, sagte Trainer Kelvin King.

Nach zwölf Minuten Spielzeit war der Abwehrspieler von seinem eigenen Torwart Daniel Soldevilla an der Strafraumgrenze über den Haufen gerannt worden, in der Halbzeitpause musste der 32-Jährige von einem Krankenwagen ins Städtische Klinikum gebracht werden. Dort stellte sich heraus: Jochbein, Wangenknochen und Kiefer sind gebrochen.

„Es hat einen enormen Schlag getan, aber er konnte ja aufstehen und zur Trainerbank gehen. Erst haben wir und Younes gedacht, dass er sogar weiterspielen kann oder dass er vielleicht eine Gehirnerschütterung hat. Er hat dann aber sehr schnell gesagt, dass da irgendwas taub ist“, schilderte Kelvin King die ersten Eindrücke. Fatal: Idrissi hatte seinen Torwart nicht kommen sehen, konnte sich nicht mittels Körperspannung schützend auf den Aufprall einstellen und war, offenbar vom Becken des Schlussmannes, voll erwischt worden.

Die Klinik in Fulda hat Idrissi verlassen. Er ist zuhause, soll wohl Anfang nächster Woche in der Uni-Klinik in Frankfurt operiert werden.

„Ich habe gerade mit ihm telefoniert, und er konnte eigentlich ganz normal reden. Seine Cousine ist Krankenschwester in der Chirurgie, die kümmert sich jetzt um ihn“, erläuterte Kelvin King am Sonntagnachmittag.

Die am Samstag erlittenen Kopfverletzungen sind nicht die ersten schweren Blessuren, die Younes Idrissi in seiner Laufbahn erlitten hat. Als hoffnungsvoller 20-Jähriger war er als Spieler des FSV Frankfurt derart hart auf den Kopf gefallen, dass der ehemalige U20-Nationalspieler schlagartig den Traum von einer Profikarriere ad acta legen musste. / oi