Dominik Hohmann kennt Großenlüders Erfolgsrezept
Nachdem der SV Großenlüder im Vorjahr nur knapp dem Abstieg entgangen ist, liegt ihr nun nach 16 Spielen auf einem überragenden sechsten Platz. Was zeichnet euch in diesem Jahr aus?
Es ist sicherlich die mannschaftliche Geschlossenheit, die uns stark macht, dazu haben wir mit Fabian Lehmann vorne einen überragenden Torjäger. Wir haben im Sommer ja kaum einen externen Neuzugang geholt, dafür haben wir die Jugendspieler sehr gut eingebaut. Es läuft einfach alles sehr harmonisch ab, das ist unser Erfolgsrezept.
Gerade in der Defensive läuft es deutlich besser, mit 18 Gegentoren stellt ihr die zweitbeste Abwehr. Was läuft hinten besser als im Vorjahr?
In erster Linie sind wir alle verletzungsfrei, das spielt eine große Rolle. Dazu wurde Sascha Hasenauer vom Stürmer zum Libero umfunktioniert, das gibt uns sehr viel Sicherheit. Und mit Julian Schäfer haben wir hinten auch noch einen überragenden Torwart.
Euer Trainer Thomas Reith betont gerne, dass es bei Großenlüder in dieser Saison nur um den Klassenerhalt geht. Ist das auch dein persönliches Ziel?
In der Vorsaison haben wir den Klassenerhalt ja erst am letzten Spieltag perfekt gemacht. Es hat absolut keiner damit gerechnet, dass es jetzt so läuft. Mit dem Kampf um den Klassenerhalt sollten wir dadurch auch nichts zu tun bekommen. Mein Ziel wäre ein einstelliger Tabellenplatz, das wäre schon ein Riesenerfolg.
Nicht nur in der Mannschaft selbst, sondern auch bei dir persönlich läuft es in diesem Jahr rund, schon fünfmal warst du in der Elf des Tages der Fuldaer Zeitung. Ist das aktuell deine beste Saison seit langem?
Vielleicht schon. Aber das sollen mal andere beurteilen, ich rede nicht so gerne über mich selbst.
Du spielst dieses Jahr wieder im Mittelfeld, nachdem du im Vorjahr häufig auf der Libero-Position eingesetzt wurdest. Kommt dir diese Position eher entgegen?
Ich habe eigentlich mein ganzes Leben lang Sechser gespielt. In der Rückrunde der Vorsaison hatten wir arge Probleme auf der Libero-Position, deswegen habe ich oft dort ausgeholfen. Generell ist das defensive Mittelfeld aber meine Position.
Zwei Saisontore hast du in diesem Jahr erzielt, gegen Schlüchtern/Elm sogar eins per Volleyschuss. "Wenn er mir vorher gesagt hätte, dass der so gewollt ist, hätte ich ihm nicht geglaubt", sagte Thomas Reith daraufhin...
Wenn es ums Tore schießen geht, traut er mir wohl nicht viel zu. Wir verarschen uns oft gegenseitig, ich weiß schon, wie ich seine Aussagen zu nehmen habe. Er ist ja schon gefühlt zehn Jahre bei uns, wir haben ein Riesenverhältnis, sehr vertrauensvoll.
Du bist nun auch schon über 20 Jahre ununterbrochen in Großenlüder. Gab es für dich nie einen Grund, den Verein zu wechseln?
Ich bin generell ein sehr vereinstreuer Typ. Es hat mir in Großenlüder aber auch immer gut gefallen. Die Kameradschaft ist einfach top, hier kommt keiner, weil er Geld dafür bekommt. Die Gemeinschaft ist unser großes Plus, sonst wäre die Gruppenliga mit unseren Mitteln auch nicht anders machbar. So bin ich auch nie auf die Idee gekommen, den Verein zu wechseln.
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