Eckerlin: "Lehnerz kann viel erreichen - aber wir werden Erster"
"Es ist ein Witz, dass ich da runtergeflogen bin", so der Defensivspieler empört, der die Situation folgendermaßen schildert: "Die Zuschauer haben den Schiedsrichter beleidigt. Ich wollte ihn dann verteidigen und bin die Zuschauer verbal angegangen." Der osthessische Unparteiische Dennis Meinhardt (Flieden), der auch Dreieich-Coach Rudi Bommer hinter die Barriere geschickt hatte, zeigte Eckerlin dennoch die Rote Karte. Zwei Spiele Sperre sind die Folge, am Wochenende muss der MMA-Kämpfer zusehen. "Natürlich tut es weh, jetzt gesperrt zu sein. Es ist immer schön, gegen seinen Ex-Verein zu spielen", betont Eckerlin, der die Situation in Lehnerz seit seinem Abgang interessiert verfolgt hat.
"Ich hatte ja eine gute Zeit dort, verstehe mich mit allen Jungs sehr gut. Wenn die lange Fahrtstrecke nicht wäre, wäre ich auch niemals gewechselt." Seit Sommer hat sich dennoch einiges verändert: Nicht mehr Henry Lesser - einer der Hauptgründe für Eckerlins Wechsel zum TSV - schwingt das Zepter an der Richard-Müller-Straße, sondern Marco Lohsse. "Den Trainerwechsel kann ich nicht wirklich nachvollziehen, aber vielleicht waren vier Jahre auch genug. Marco kenne ich sehr gut, ich denke, er ist ein Top-Mann."
Deswegen traut "The German Nightmare" seinem Ex-Verein in dieser Spielzeit auch einiges zu. "Ich denke, dass Lehnerz viel erreichen kann. Der zweite Platz ist drin - wir werden nämlich Erster", richtet Eckerlin eine kleine Kampfansage an die Konkurrenz. Den Wechsel zu den Hessen bereut der 29-Jährige nämlich keineswegs: "Ich bin sehr froh darüber, meinen Platz in Dreieich gefunden zu haben. Wir haben eine unglaublich starke Mannschaft, auch in der Breite, unser Teamgeist ist riesengroß."
Auch seinen prominenten Trainer Rudi Bommer lobt er in den höchsten Tönen: "Es ist alles sehr professionell, er ist sehr akribisch in seiner Arbeit. Eigentlich alles ist überqualifiziert für die Hessenliga, sogar für die Regionalliga. Generell ist alles gegeben für den Profisport in Dreieich", erklärt Eckerlin, der jedoch auch sagt, dass er den Weg wohl nicht bis zum Ende mitgehen wird. "Die Regionalliga könnte ich mir noch vorstellen, für die Dritte Liga wird es aber nicht mehr langen. Dafür werde ich schon zu alt. Aber vielleicht gibt es dann eine andere Aufgabe für mich, eventuell als Jugendtrainer", so der Familienvater.
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