"Einfach Bombe"
Im Sommer war Kutluay vom Neu-Kreisoberligisten SV Hauswurz nach Rothemann gewechselt. „Als Sechser schieße ich eigentlich nicht so viele Tore, wenn es fünf, sechs pro Saison werden, ist das gut“, erklärt der Mittelfeldmann seine oben genannte Aussage, freut sich aber umso mehr, dass er nun gegen Künzell einen tollen Tag erwischt hatte.
Nach neun Minuten war dem 26-Jährigen am Sonntag sein erster Treffer geglückt. Nach der Balleroberung schaltete Rothemann schnell um, 20 Meter vor dem gegnerischen Tor zog Kutluay schließlich ab und traf flach ins rechte untere Eck. Und so gut, wie die erste Hälfte für ihn begonnen hatte, ging es auch nach dem Pausentee weiter: 50. Minute, 2:0, Doppelpack perfekt. „Ich habe schon in diesem Moment darüber nachgedacht, wie lange es eigentlich her ist, dass ich in einem Spiel mal zwei Tore erziele. Das ist bestimmt drei Jahre her. Dass es dann letztlich sogar vier Tore geworden sind, ist einfach Bombe“, berichtet Kutluay grinsend, betont aber, dass es ihn vor allem für sein Team freue, dass drei wichtige Punkte auf das Konto des TSV Rothemann gegangen sind.
„Wir haben super Kicker in der Mannschaft, eine sehr gute Trainingsbeteiligung. Die Tabelle sagt zwar aus, wie wir bisher gespielt haben, sie sagt aber nicht, was die Spieler können. Wir haben es uns selbst zuzuschreiben, aber wir stehen zu Unrecht unten drin“, macht der „Sechser“ deutlich und nennt das bisherige Manko: „Gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte hatten wir wohl oft in den Köpfen, dass wir die Punkte schon irgendwie holen werden. Dagegen waren wir gegen die Teams von oben immer von Anfang an richtig da. Ich denke aber, dass es langsam Klick gemacht hat“, so der ehemalige Neuhofer, der hofft, dass in den kommenden Duellen in Burghaun und gegen Haunetal dieselbe Leistung abgerufen werden kann wie gegen die Topteams.
Dass er nun mit acht Treffern der Toptorjäger seines Teams ist, will Kutluay nicht überbewerten: „Bei uns verteilen sich die Tore ganz gut. Ich werde jetzt bestimmt nicht jede Woche ein Tor schießen“, so „Izzy“, der seinen Spitznamen übrigens Zeljko Karamatic zu verdanken hat: „Ich bin damals mit 17 zum SV Neuhof gekommen. Dort war Zeljko mein Trainer. Und da sich Kroaten mit dem Aussprechen von Ö und Ü ein bisschen schwer tun, habe ich angeboten, dass er mich auch Ötzi nennen kann. Das hat dann auch nicht so gut geklappt und seitdem werde ich Izzy genannt.“