Fabian Assmann erklärt seine gecancelte Einigung

Fabian Assmann erklärt seinen Wechsel. Foto: privat

Bei all den Streitereien zwischen Hugo Kochanski (Führungsteam SV Steinbach) und Martin Geisendörfer (Finanz-Vorstand TSV Lehnerz) spielte Fabian Assmann eine nicht unerhebliche Nebenrolle. Im Gespräch mit Torgranate verrät der 18-Jährige, der aktuell für A-Junioren-Verbandsligist JFV Aulatal spielt, warum er sich letztlich für Viktoria entschieden hat.

Rückblende: Am vergangenen Dienstag erschien bei torgranate.de ein Artikel, indem Kochanski beschrieb, dass Assmann zunächst beim SV Steinbach seine Zusage gegeben habe, danach diese aber zurückzog, da Viktoria Fulda ins Rennen eingestiegen sei und den Spieler mit allerlei Versprechungen gelockt habe. Letztlich wollte Kochanski dabei vor allem auf die Methoden des Jugendfördervereins aufmerksam machen - eben dass dieser sich um einen Spieler bemüht, der bereits bei einem Verein im Wort steht und dennoch um ihn gebuhlt wird - und Assmann keinesfalls persönlich attackieren. Assmann bedauert, dass der Streit zwischen den Funktionären auch auf seinem Rücken ausgetragen wurde und gibt die Entstehungsgeschichte seines Wechsels preis.

Bereits im vergangenen Jahr habe demnach ein Wechsel zu Viktoria Fulda im Raum gestanden, da allerdings entschied er sich aus verschiedenen Gründen - unter anderem wegen des dieser Tage abzulegenden Abiturs am Hersfelder Obersberg - gegen einen Wechsel in die Barockstadt, stattdessen schloss er sich dem JFV Aulatal an. Daraufhin sei der Kontakt zu Fuldas scheidendem Trainer Sebastian Vollmar nie abgebrochen. Irgendwann sei auch der SV Steinbach in Person von Hugo Kochanski auf den Jugendspieler aufmerksam geworden und im zweiten Gespräch sei es letztlich auch zu einer mündlichen Einigung gekommen. Kochanski habe daraufhin erklärt, dass er zwecks vertragstechnischer Details noch auf ihn zukommen würde.

FSJ als schlagkräftiges Argument

Danach habe Viktoria die Bemühungen noch einmal intensiviert und Assmann in den folgenden zehn Tagen auch nichts mehr von Kochanski gehört. Besonders verlockend für den gebürtigen Hersfelder, der in Mecklar wohnt: Das Angebot des Jugendfördervereins parallel zu seinem Engagement sein Freiwilliges Soziales Jahr über den Verein bestreiten zu können. Da Assmann ohnehin geplant habe, sein Studium erst im Oktober 2018 aufzunehmen - Favorit ist Sportmanagement - und im Rahmen des FSJ gleichzeitig die Möglichkeit zu haben, in einer Schule zu arbeiten, bei Viktoria im Trainerteam eines Jugendteams dabei zu sein und seine B-Lizenz absolvieren zu können, kam dieses Angebot wie gerufen. Nach dem dritten Gespräch mit Viktoria habe er von sich aus Kochanski informiert, um ihm mitzuteilen, dass sich eine weitere Möglichkeit aufgetan habe, wenig später entschied er sich schließlich, dem Ruf des JFV Viktoria zu folgen: und sagte Kochanski ab.

„Ich habe mir die Entscheidung auch keinesfalls leicht gemacht, habe alle möglichen Leute wie meine Eltern, Trainer und Freunde um Rat gebeten und die Meinungen gingen alle in dieselbe Richtung“, erörtert Assmann seine Entscheidungsfindung und betont: „Klar hat Hugo Kochanski die Entscheidung bedauert, allerdings auch Verständnis dafür gezeigt.“ Den Ausschlag für das Engagement bei Viktoria habe für den Innenverteidiger letztlich das Gesamtpaket gegeben, gerade auch unter der Prämisse, dass er nun noch ein Jahr Jugend-Hessenliga spielen könne und somit nicht direkt den Sprung von der Jugend-Verbandsliga in die Senioren-Hessenliga schaffen müsse. Außerdem gebe ihm diese Entscheidung für 2018 ein wenig mehr Spielraum, denn dann könne er frei von jeglichen sportlichen Verpflichtungen seinen Studienort wählen, dieser hätte bei einem längerfristigen Engagement in Steinbach zwangsläufig in der Umgebung liegen müssen.

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