Fleischmann im Interview: Arzell will wieder hoch

Jürgen Fleischmann kann nicht unzufrieden sein. Foto: Johannes Götze

Der TSV Arzell führt nach dem Abstieg die B-Liga Hünfeld-Hersfeld an. Mit "Hünfeld" hat die Liga allerdings wenig zu tun, denn aus dem Altkreis kommen nur Arzell und Gruben. Darüber pikierten sich die Arzeller schon vor der Runde ausführlich, jetzt soll der Weg einfach so schnell wie möglich wieder aus der Klasse führen. Über die aktuelle Situation haben wir mit Trainer Jürgen Fleischmann gesprochen.

Es soll wieder raus aus der Liga, in die man gar nicht wollte, oder?

Klar ist das das Ziel. Das allerdings nehmen sich die meisten Absteiger vor, die wenigsten können es am Ende halten. Oft sind es nur Worthülsen, weil Mannschaften nach dem Abstieg auseinanderbrechen, das zeugt dann oft von einem schlechten Verein. Uns hat kein Spieler verlassen, vor allem deswegen sieht es aktuell auch gut aus.

Aktuell zeichnet sich ein Dreikampf mit Blankenheim und Iba/Machtlos ab...

Auf den möchte ich wetten. Gerade nach den ersten fünf Teams zeichnet sich eine Kluft ab; ohne da jemandem auf den Schlips treten zu wollen.

Drei der vier Spiele gegen die beiden Konkurrenten sind noch offen...

Am Wochenende steht ja das Rückspiel in Blankenheim an. Da bin ich natürlich besonders motiviert, denn wir haben das Hinspiel 2:4 verloren. Und da es auch auf den direkten Vergleich ankommen könnte, ist es natürlich ein besonderes Spiel. Es muss aber alles erst gespielt werden, reden bringt da nicht viel. Und gegen Iba/Machtlos hätten wir ja eigentlich das erste Saisonspiel gehabt, allerdings ist das ausgefallen wegen der Geschichten um unsere Ligazugehörigkeit. Da ist das Hinspiel Ende November und auch nochmal richtig wichtig.

Du hast es gerade nochmal angesprochen. Haben sich die Arzeller mittlerweile an die weiten Strecken gewöhnt?

Man ärgert sich ob der vielen Kilometer. Und es ist auch klar, dass von den gegnerischen Teams nicht so viele Leute mitkommen. Wir haben ein Derby gegen Gruben, aber bis Schlotzau (Heimspielort der Grubener; Anm. d. Red.) sind es auch 19 Kilometer. Trotzdem ist es erstaunlich, wie die Arzeller das akzeptieren, auch die Tatsache, dass wir abgestiegen sind. Klar ist das ein oder andere Geisterspiel dabei, aber im Schnitt haben wir bestimmt 70 bis 100 Zuschauer.

Das Interview kann nicht enden, ohne dass ein Satz über Blerim Zendeli verloren wurde...

Allein wegen ihm lohnt es sich sonntags an den Sportplatz zu kommen. Er ist ein echter Ausnahmefußballer. Es ist aber auch so, dass er von vielleicht 50 Einheiten genau zweimal da war. Und immer war er sicherlich nicht verhindert. Aber wir sind natürlich heilfroh, dass wir ihn haben - und seine 21 Tore. Man darf aber auch nicht vergessen, dass wir noch einen Michael Pachowski haben, der ebenfalls schon seit mehreren Jahren in egal welcher Liga trifft. Und freigespielt werden die beiden ja auch richtig gut.