Fr - 24.03. 19:30 Uhr
RP Bad Vilbel
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Patrick Glaser (Wiesbaden)
Für Mustafic kann es im Spitzenspiel so weiter gehen
FV Bad Vilbel - Spvgg. 03 Neu-Isenburg (Freitag, 19.30 Uhr)
"So kann es gerne weiter gehen", sagte Vilbels Trainer Amir Mustafic im Interview nach dem 1:0-Sieg gegen die TS Ober-Roden, dem vierten Sieg in Folge mit einem Tor Differenz. Mit dieser Serie haben sich die Wetterauer auf Rang drei festgesetzt, sind dem in dieser Liga allgegenwärtigen Abstiegssog entkommen und marschieren nun in Richtung der ersten beiden aufstiegsrelevanten Plätze, die bei optimalem Verlauf der Restrunde noch angegriffen werden könnten. Mit den Neu-Isenburgern erwartet der FV-Coach einen "sehr robusten und abgeklärten Gegner. Sie gehen wenig Risiko ein und sind bei Standards gefährlich. Darauf müssen wir uns einstellen". Dass beide Teams mit 26 respektive 29 Gegentoren zu den defensivstärksten Mannschaften der Liga zählen, müsse nicht zwangsläufig dazu führen, dass "die Begegnung 1:0 oder 1:1 endet", so Mustafic, der stolz ist, was seine Mannschaft in den ersten vier Spielen erreicht hat:
"Zur Winterpause hatten wir noch 15 oder 16 Punkte Rückstand auf die Spitzenteams Neu-Isenburg und Ginsheim. Jetzt sind es nur noch sieben beziehungsweise neun". Natürlich könne sein Team mit einem Sieg noch näher herankommen, aber laut Mustafic wäre es jetzt "vermessen, nach vier Siegen in Folge vom Aufstieg zu sprechen. Priorität hat für uns, die Mannschaft weiterzuentwickeln. Dann kommen die Ergebnisse von ganz alleine". Der Coach sieht sein Team gegen den Klassenprimus in einer "wunderbaren Lage. Ich hoffe, die Jungs sehen das auch so und wir können auch gegen diesen starken Gegner unsere Spielanlage durchsetzen". Für Neu-Isenburgs Trainer Peter Hoffmann ist Bad Vilbel eine spielstarke Elf, seine 03er reisen aber mit dem Rückenwind des 4:0-Sieges gegen die SG Bruchköbel den kurzen Weg von der südlichen Frankfurter Stadtgrenze an die nordöstliche Grenze der Mainmetropole.
Hoffmann: "Wollen uns in der Tabelle absetzen"
"Wir wollen versuchen zu gewinnen und haben momentan die Qual der Wahl an Spielern. Wir wissen aber auch, dass es in Vilbel schwer wird", blickt Hoffmann voraus und ergänzt: "Wir fahren mit Respekt zum Niddasportfeld und freuen uns auf das Spiel. Wir wollen nicht ängstlich auftreten, sondern selbstbewusst. Im Prinzip weiß jeder Spieler, worum es geht". Bad Vilbel schätzt Hoffmann auch als "robuste Mannschaft ein, aber auch wir sind sehr erfahren. Wir wollen versuchen, uns mit einem Sieg in der Tabelle abzusetzen". Zuletzt stark in Form präsentierte sich Torjäger Aljoscha Atzberger, dem gegen Bruchköbel mit dem 4:0 sein 13. Saisontreffer gelang. Der frühere Gruppenliga-Torschützenkönig aus Bornheim wagte in der vergangenen Saison den Sprung in die Hessenliga zur Spvgg. 05 Oberrad, wo er aber meist nur zu Kurzeinsätzen kam.
In Neu-Isenburg ist der Angreifer bislang gut integriert worden. "Das ist ein Stürmer, der unser Vertrauen braucht. Wir haben ihm auch nach seiner Verletzung den Rücken gestärkt", erzählt Hoffmann. Auch mit Marc Züge landete der Verein vom Isenburger Sportpark vor der Saison einen Glücksgriff. Der Torjäger (zwölf Treffer) kam aus der Gruppenliga Ost von der TGS Jügesheim, die mittlerweile nach der Fusion mit der TGM/SV zum JSK Rodgau verschmolzen ist. Hoffmann erwartet ein "unangenehmes Spiel. Aber dafür spielen wir Fußball, um besondere Momente zu erleben. Dritter gegen Erster, das ist ein solcher Moment", sieht der Coach das Gastspiel an der Nidda durchaus als Highlight.