Henning: "Wenn wir nicht gewinnen, wird Schlitzerland Meister"

Mario Henning (rotes Trikot) ist heiß auf die Begegnung. Foto: Siggi Larbig

Vor dem Spitzenspiel der Kreisoberliga Mitte in Queck am Donnerstag (19 Uhr) zwischen der SG Schlitzerland und Rot-Weiß Burghaun haben wir uns mit Mario Henning, Abwehrchef der Burghauner, unterhalten. Im Interview erklärt der 24-Jährige, wie seine Mannschaft den Spitzenreiter schlagen möchte und welche Bedeutung dieses Spiel hat.

Mario, du bist der Abwehrchef der viertbesten Defensive der Liga (33 Gegentreffer in 21 Spielen). Am Donnerstag bekommt ihr es mit der besten Offensive der Klasse zu tun (65 Tore in 20 Begegnungen). Wie wollt ihr diese stoppen?

Wir wissen, dass auf uns eine Mammutaufgabe wartet. Letztlich haben wir nur dann eine Chance, wenn wir im Kollektiv gut gegen den Ball arbeiten. Außerdem müssen wir Christian Schmidt in den Griff bekommen, er ist für mich der gefährlichste Angreifer der Liga. Dennoch traue ich unserer Mannschaft zu, dass wir die Offensive Schlitzerlands in Schach halten können.

Eure jüngste Serie ist mehr als beeindruckend. Aus den letzten zehn Spielen habt ihr 26 Punkte geholt …

Absolut, die Mannschaft hat sich gefunden, nachdem wir ein wenig Zeit gebraucht haben, um die Neuzugänge zu integrieren. Jetzt haben wir auf den zentralen Positionen Konstanten, das gibt unserem Spiel schon enorme Sicherheit. Auch die Kommunikation auf dem Platz ist immer besser geworden. Für mich war es nur eine Frage der Zeit, bis das Team ins Rollen kommt. Letztlich gibt uns der Erfolg der letzten Wochen auch Recht. Individuell sind wir schon sehr gut besetzt.

Dafür müsst ihr am Donnerstag auf Marius Ebert verzichten, der mit einer Muskelverletzung im Oberschenkel ausfällt.

Marius ist für uns ein enorm wichtiger Spieler, sein Ausfall tut uns natürlich weh. Wir sind aber in der Breite so gut aufgestellt, dass wir das als Team auffangen können. Ich denke an da einen Sven Sorian. Ihm traue ich ohne Bedenken zu, dass er Marius gut ersetzen kann.

Mit einem Sieg könntet ihr den Abstand auf Schlitzerland auf zwei Punkte verringern, bei einer Niederlage hätte die Spielgemeinschaft bereits acht Zähler Vorsprung – bei einer Begegnung weniger. Fällt in diesem Spiel die Vorentscheidung in Sachen Meisterschaft?

Davon gehe ich aus, zumal wir danach lediglich noch acht Spiele haben. Wenn wir diese Begegnung nicht gewinnen, dann wird Schlitzerland Meister. Sollte uns allerdings der Sieg gelingen, dann bin ich davon überzeugt, dass wir noch einmal ganz oben angreifen können und das Titelrennen bis zum Schluss offen halten können.

Dafür müsstest ihr allerdings in Schlitzerland gewinnen. Geschafft, hat das in dieser Saison noch niemand. Überhaupt ist Schlitzerland zuhause noch ohne Punktverlust …

Das ist schon eine beeindruckende Serie. Wir haben allerdings im Hinspiel gezeigt, dass wir ihnen Paroli bieten können, haben dann aber nach meinem unglücklichen Eigentor zum 1:2 eine Zwei-Tore-Führung unnötig verspielt. Das wird uns nicht noch einmal passieren. Die Mannschaft wird hochmotiviert sein. Und ich habe aus dem Hinspiel noch etwas gutzumachen.

Was für ein Spiel erwartest du am Donnerstagabend?

Es wird nicht unbedingt etwas für‘s Auge sein, sondern ein Kampfspiel geben. Beide Mannschaften haben Respekt voreinander, letztlich wird aber die Tagesform entscheiden. Wir haben Selbstvertrauen genug, um Schlitzerland zu schlagen. Gerade Andreas „Blondie“ Weber hat gerade einen echten Lauf und ist immer für einen Treffer gut.