Hütsch will das "Ummögliche möglich machen"
Die SG Rönshausen waren vor eineinhalb Jahren über die Relegation aufgestiegen. Wiederholt sich im Sommer die Geschichte? Foto: Viktoria Goldbach
"Platz zwei ist für uns ein Riesenthema, zumal wir die Relegation fest eingeplant haben", flachst Rönshausens Spielertrainer Thomas Hütsch und spielt damit auf die Tatsache an, dass die SG in den vergangenen zwei Jahren jeweils die Relegation spielen durfte. "Das ist für die Jungs immer ein Riesenereignis und auch für den Verein ein Segen, wenn zu einem Heimspiel 700 oder 800 Zuschauer kommen. Deswegen wollen wir bis zum Schluss in Schlagdistanz bleiben und mit Rang zwei das Unmögliche möglich machen", hofft Hütsch.
Die jüngste Form spricht jedenfalls für seine Rönshausener, die seit zehn Spieltagen ungeschlagen sind. "Das ist schon eine bombastische Serie", freut sich Hütsch. Einziger Haken: Vier der letzten sechs Partien endeten ohne Sieger. "Gerade die Chancenverwertung ist unser großes Manko. Wir erspielen uns zahlreiche Topgelegenheiten, machen dann aber oftmals einfach nicht den Deckel auf ein Spiel. So stehen die Partien bis zum Schluss auf der Kippe - und manchmal kassieren wir dann noch den Ausgleich", sieht der Spielertrainer noch Verbesserungspotenzial.
Dennoch ist Hütsch zufrieden mit der Entwicklung seines Teams, gerade im Spiel nach vorne habe die Mannschaft einen Schritt nach vorne gemacht und auch das Umschaltspiel wurde weiter verfeinert. "Wir verteidigen inzwischen höher, spielen mit mehr Risiko und Mut", lobt Hütsch, der davon überzeugt ist, dass seine junge Mannschaft mittelfristig wieder in der Kreisoberliga beheimatet sein kann. "Dafür brauchen wir aber mehr Breite im Kader und im Winter vielleicht noch einen Neuzugang. Ein Sechser, der das Spiel lenken kann, würde uns gut zu Gesicht stehen."
Gerade die Sommerabgänge von Angreifer Serdar Kabul (Borussia Fulda) sowie Spielführer und "Leuchtturm" Timo Gelhard (Karriereende) seien nicht zu kompensieren gewesen. "Das waren zwei absoluter Stützen", weiß Hütsch, der nun junge Spieler heranführen und in die Verantwortung nehmen möchte.
Abgehakt hat der Coach derweil Platz eins. "Künzell II ist eine Ausnahmemannschaft, die mit Sicherheit alles daran setzen wird, dass sie am Ende aufsteigt. Dazu haben sie ja noch fünf Partien in der Hinterhand - und trotzdem sind sie Tabellenführer", rechnet sich Hütsch im Titelkampf nichts aus. "Sie müssen zwar erst einmal gut aus dem Winter kommen und die Nachholspiele gewinnen, trotzdem kann ich mir nicht vorstellen, dass sie noch etwas anbrennen lassen."
Bitte melde Dich an, oder registriere Dich, um Kommentare schreiben zu können