Interview
„Jetzt wollen wir das Bonbon auch lutschen“
25 Punkte lag Großentaft in der Vorsaison hinter dem Relegationsplatz zurück, verlor dazu mit Kamil Bontal den Torschützen vom Dienst. Sind Deine Erwartungen übertroffen?
Ja, in vielen Bereichen sogar. Als Außenstehender dachte ich, dass wir uns eher mit Platz vier bis sechs beschäftigen werden. Aber ich habe schnell gemerkt, dass mehr möglich ist.
Warum?
Weil die Mannschaft talentiert, jung und entwicklungsfähig ist. Dazu ist es ein richtig eingeschworener Haufen. Der Wandel des Vereins, auf auswärtige Spieler zu verzichten, ist goldrichtig, weil du in unterklassigen Ligen den Erfolg nicht einkaufen kannst. Drei auswärtige Spieler für Geld treiben das Mannschaftsgefüge auseinander.
Aufgrund einer Schwächephase im Herbst schien Ausbach/Friedewald auf Platz zwei bereits enteilt, jetzt aber ist Großentaft in der besseren Position. Wie ist das zu erklären?
Ich habe schon anklingen lassen, dass wir eine junge Mannschaft haben, die aber von erfahrenen Spielern wie Michael Rübe, Alexander Krieg oder auch mir geführt wird. Wenn dann alle ausfallen und dazu noch ein paar weitere Verletzte kommen, ist das nicht aufzufangen. Dass wir, wenn wir vollständig sind, die Qualität aber wieder steigern würden, war klar und deswegen sind wir trotz des nicht recht einfachen Restprogramms mit vielen Derbys zuversichtlich, auf Platz zwei zu landen.
Und ist das Team auch schon bereit für die Kreisoberliga?
Klar ist, dass wir den zweiten Platz acht Spiele vor Schluss in der eigenen Hand haben und das Bonbon nun auch lutschen wollen. Und wenn wir uns auf ein, zwei Positionen verstärken, dazu den kompletten Kader halten, dann sehe ich uns auch so weit, dass wir ohne riesigen Aufwand das Zeug für die Kreisoberliga hätten.
Mit Thomas Winter als Spieler auf dem Platz?
Auch wenn es in Anführungsstrichen nur A-Liga ist, finde ich es noch immer wahnsinnig geil, sonntags auf dem Platz zu stehen und um etwas zu spielen. Aber ich dränge mich nicht auf. Werde ich gebraucht, bin ich da. Ansonsten bin ich eben der Trainer an der Seitenlinie. Und das wird sich auch in der kommenden Saison nicht ändern.
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