Sa - 12.09. 15:00 Uhr
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Katastrophale erste Halbzeit bringt Meik Voll auf die Palme
Die Voll-Elf leistete sich dabei eine katastrophale erste Hälfte. Bereits nach sechs Minuten brachte Natnael Tega die Gäste in Führung. Immer wieder offenbarten die Fliedener vor allem bei Flanken Probleme. So hätte Dominik Volk nach nur einer Viertelstunde fast auf 2:0 erhöht, sein Kopfstoß senkte sich jedoch aufs Tornetz. Immer wieder jagten die Offensivkräfte der Mittelhessen den Buchonen die Bälle schon im Mittelfeld ab, vor allem Tega und Del Angelo Williams waren ständige Unruheherde. Ein Schuss Tegas rauschte Mitte der ersten Hälfte nur wenige Zentimeter am Fliedener Tor vorbei (25.).
Das zu diesem Zeitpunkt überfällige 2:0 fiel dann vier Minuten später: Einen Schuss Williams’ parierte SV-Schlussmann Jonas Ritzel noch zur Ecke. Diese schlug Muhamet Arifi in die Mitte, wo Völk völlig frei einschießen durfte (29.). "Da hat einfach die Zuteilung nicht gepasst", haderte Voll nach Abpfiff mit der Konfusion seiner Mannen in dieser Phase des Spiels. Als es bereits so schien, als wolle sich der SV erst einmal nur noch in die Pause retten, gab es plötzlich doch noch die Gelegenheit zum Anschlusstreffer: Julian Ankert zog einfach mal ab, Eintracht-Schlussmann Manuel Bachmeier hatte mit dem Aufsetzer Probleme, der Ball sprang ihm an das Schienbein - und von dort an die Latte (42.). Pech für den SV Flieden.
Viel vorgenommen hatten sich die Buchonen dann für Hälfte zwei - die dann aber denkbar unglücklich begann. Erneut eroberte Stadtallendorf den Ball im Mittelfeld, Williams legte mit der Hacke auf Valon Ademi ab, der den Ball in die Mitte schob, wo Tega für den besser postierten Jascha Döringer durchließ, der keine Mühe hatte, zum 3:0 zu vollenden (46.). "Das Gegentor war wie ein Genickschuss", erklärte Voll, der dann aber eine bessere Phase seiner Elf sah. Denn als bereits alles gelaufen schien, rafften sich die Buchonen noch einmal auf. Gabriel Müller sorgte nach Zuspiel Ankerts für den Anschlusstreffer. Er drosch den Ball von halbrechts im Strafraum in die Maschen (60.).
Nicht gerade eine Aufholjagd begann nun, aber die Fliedener zeigten doch, dass sie besser spielen können, als es der derzeitige Platz 15 in der Tabelle vermuten lässt. So richtig brenzlig wurde es im SV-Strafraum nur noch ein einziges Mal: Ademi tauchte links im Strafraum auf und wurde von Müller per Grätsche gelegt - Schiedsrichter Nicklas Rau entschied jedoch auf Abstoß (73.). So auch wenige Sekunden später auf der Gegenseite, als Stadtallendorfs Kevin Vidakovics Ankert ebenfalls per Grätsche abräumte (75.). Über einen Pfiff hätte sich wohl in beiden Szenen niemand beschweren können. Trotz vierminütiger Nachspielzeit gelang den Buchonen die Wende aber nicht mehr, schlicht zu wenig Torgefahr ging von der Offensivabteilung aus. Daran änderte auch die Hereinnahme von Mohammed Habaqza (kam in der 66. für Sascha Gies) nichts.
"Wir wurden nicht an die Wang gespielt, aber wir haben zu viele Fehler gemacht und mussten dann dem Rückstand hinterherrennen", erklärte Voll, der trotz der angespannten Personallage keine Ausreden gelten lässt: "Ich erwarte einfach ein Stück mehr, gerade von den Spielern, die schon auf einige Jahre Hessenliga-Erfahrung zurückgreifen können."
Nachdem es der Auftakt für den SV Buchonia Flieden ganz schön in sich hatte, geht es nun gegen zwei Teams aus der unteren Tabellenregion: Nächste Woche geht es zu Dreieich, ehe man in der Folgewoche am Weiher den KSV Baunatal empfängt - höchste Zeit, ein paar Zählerchen mehr zu sammeln. "Wir müssen jetzt die Köpfe frei machen und möglichst anfangen, zu punkten", gibt Voll die Marschroute vor. / wip
Flieden: Ritzel; Kovacevic, Hohmann, Müller, Drews, Ankert, Götze (46. Broschke), Betz, Rumpeltes, Gies (66. Habaqza), Osman.
Stadtallendorf: Bachmeier; Richardt, Döringer, Vidakovics, Völk, Tega (85. Dinler), Groß, Ademi, Williams (55. Vogt), Szymanski (62. Yildirim), Arifi.
Schiedsrichter: Nicklas Rau (Nidderau). Zuschauer: 300. Tore: 0:1 Natnael Tega (6.), 0:2 Dominik Völk (29.), 0:3 Jascha Döringer (46.), 1:3 Gabriel Müller (60.).