Keidels Traumtor befördert die "Borussia" in die Verbandsliga

Der JFV Fulda jubelt über die Gruppenliga-Meisterschaft. Foto: Steffen Kollmann

Marvin Keidels goldener Treffer sei Dank. Der JFV Fulda 2015 e. V. "Borussia" hat das Entscheidungsspiel um die Meisterschaft in der C-Junioren-Gruppenliga knapp, aber verdient mit 1:0 (0:0) gegen die JSG Wildeck für sich entschieden.

Dabei agierte die JSG Wildeck von Anfang an wie der erwartet unangenehme Gegner. Schon nach wenigen Zeigerumdrehungen klingelte es das erste Mal im Kasten, JSG-Angreifer Elia Notka stand dabei aber deutlich sichtbar im Abseits. Auch die nächste große Gelegenheit hatte die Elf von Alexander Wirth: Nach einer Ecke war Sebastian Pfannkuch völlig freigelassen worden, er bekam aber nicht genügend Druck hinter den Kopfball. Der JFV Fulda tat sich dagegen äußerst schwer: Im Zweikampfverhalten war der 2015 gegründete Verein insbesondere in der Offensive zu oft nur zweiter Sieger, der Druck war den Jungs anzumerken. Die beste Gelegenheit hatte Juan Otterbein mit einem Schuss aus der Distanz.

Dementsprechend war die Mannschaft von Zbigniew Fabinski bemüht, nach der Pause ein anderes Gesicht zu zeigen. Und nach zwei gespielten Minuten wäre der Plan fast aufgegangen. Djellon Hyseni kam nach einer Hereingabe aus kürzester Distanz zum Abschluss, scheiterte aber an Keeper Louis-Jakob Bauer. Und auch Hysenis Sturmkollege Dennis Möller kam besser ins Spiel, der Gruppenliga-Torschützenkönig verbuchte zwei gefährliche Schussversuche.

Fulda war dem Tor zu diesem Zeitpunkt näher - und der Eindruck sollte sich bestätigen. Nach einer Ecke bekam Wildeck den Ball nicht weit genug weg, Marvin Keidel fasste sich ein Herz und beförderte den Ball traumhaft in den Winkel (59.). "Da waren wir alle erleichtert", meinte Zbigniew Fabinski, dessen Elf dran bleib: Möller setzte sich gegen mehrere Verteidiger toll durch und wurde im Strafraum gelegt - kein Elfmeter, entschied Schiedsrichter Christoph Hein (Großenbach). Zumindest diskussionswürdig.

Die Schlussphase gehörte aber nur noch Wildeck. Max Wilhelm tauchte alleine vor dem Tor auf, scheiterte aber am stark reagierenden Kevin Fabinski (63.). Kurz darauf verzog Nils Eckhardt aus der Distanz nur knapp, Niklas Wittich scheiterte wiederum an Fabinski (70.). So blieb es beim 1:0 und der Jubel der Fuldaer kannte keine Grenzen.

"Wildeck hat es sehr gut gemacht, das gespielt, was sie auszeichnet. Nach der Halbzeit waren wir dann besser, Gott sei Dank hat uns Marvin mit seinem Traumtor in die Verbandsliga geschossen", war JFV-Trainer Fabinski glücklich. Sein Gegenüber Alexander Wirth konnte seiner Truppe dagegen keinen Vorwurf machen: "Es war ein sehr gutes Spiel gewesen. Letztendlich hat der Glücklichere gewonnen."

JFV Fulda: Fabinski; Keidel, Paszkiewicz, Thieme, Katusic, Bickert, Otterbein, Schuster, Gajic, Hyseni, Möller - Röhrig, Xhaferi, Jung, Wiegand.
JSG Wildeck: Bauer; Wirth, Rudolph, Becker, Mangold, Wilhelm, Eckardt, Wittich, Pfannkuch, Braun, Notka - Stark.
Schiedsrichter: Christoph Hein (Großenbach). Zuschauer: 200. Tor: 1:0 Marvin Keidel (59.).

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