Kropp: "Ich sehe viel Potenzial"
Benjamin Kropp (links) wird künftig beim TSV Poppenhausen an der Seitenlinie stehen. Foto: Charlie Rolff
Für viele kam es durchaus überraschend, dass du künftig in Poppenhausen anheuern wirst. Wie kam es zu deinem Engagement?
Ich habe in der Gesamtschule in Gersfeld als Lehrer gearbeitet, da war der jetzige Trainer Jens Klinkert mein Kollege. Als dann ein Nachfolger gesucht wurde, hat er meinen Namen in den Raum geworfen. So kam es dann zu einer ersten Kontaktaufnahme mit der Abteilungsleiterin Janina Breitung. Da meine Freundin aus einem Ortsteil von Poppenhausen kommt, hat es ganz gut gepasst. Deshalb habe ich zugesagt.
Was hat dich letztlich überzeugt?
Ich war zweieinhalb Jahre im Jugendbereich des JFV Fulda tätig, jetzt wollte ich den Sprung in den Seniorenbereich wagen. Ich will in Poppenhausen meine ersten Erfahrungen sammeln und darüber hinaus auch den Trainerschein machen.
Hast du schon irgendwelche Berührungspunkte mit dem Frauenfußball?
Ich habe schon relativ lange Verbindungen zu den Frauen aus Gläserzell, da meine Ex-Freundin dort gespielt hat. So habe ich in meinem Freundeskreis viele Fußballerinnen aus verschiedenen Vereinen der Region.
Du übernimmst in Poppenhausen erst zur Rückrunde der Saison 2017/18. Warum?
Ich habe von Anfang an gesagt, dass mein Studium vorgeht. Ich mache zurzeit eine Zusatzprüfung zum Förderschullehramt und mache meinen Abschluss im Herbst. Ich spiele weiterhin nebenbei in Haimbach Fußball, auf den Trainerjob möchte ich mich aber zu 100 Prozent konzentrieren. Das kann ich erst ab der Rückrunde, bis dahin soll es eine interne Lösung geben. Das ist zwar ungewöhnlich, ich möchte bis dahin aber schon so gut es geht mit dabei sein. Zum Beispiel bei Spielen, aber vielleicht besuche ich auch mal ein Training, um die Spielerinnen kennenzulernen.
Aktuell ist Poppenhausen Neunter der Verbandsliga, kämpft aber noch um den Klassenerhalt. Gehst du davon aus, einen Verbandsligisten zu übernehmen?
Ich habe mir das Spiel gegen Friedensdorf angeschaut, als sie früh 0:1 hinten lagen, aber noch zurückgekommen sind und 2:1 gewonnen haben. Ich sehe viel Potenzial. Sie haben noch zwei schwere Spiele, aber die Mannschaft tut alles, um die Liga zu halten. Und ich glaube, dass sie das am Ende auch packen kann.
Welche Ziele hast du mit dem TSV Poppenhausen?
Es kommt ganz darauf an, in welcher Liga wir nächstes Jahr spielen werden. Wenn wir in der Verbandsliga bleiben, wollen wir im Mittelfeld mitspielen. Falls wir in der Gruppenliga starten müssten, wollen wir eine gute Rolle spielen und vielleicht den Wiederaufstieg anstreben.