Kümmel im Interview: Mannschaftliche Geschlossenheit ist der Trumpf

Steffen Kümmel und die SG Ehrenberg haben momentan einen Lauf.

Einen echten Lauf hat momentan die SG Ehrenberg in der Gruppenliga. Die Mannschaft um das neue Trainerduo Robert Schorstein und Andreas Bug konnte von den vergangenen zehn Partien acht gewinnen und ist mittlerweile auf den zweiten Tabellenplatz geklettert. Im Interview mit unserem Online-Portal spricht SGE-Urgestein Steffen Kümmel über die Gründe des Aufschwungs und verrät, warum die Mannschaft immer so stark aus der Kabine kommt.

Ehrenberg ist Tabellenzweiter in der Gruppenliga. Was macht euch momentan so stark?

Ganz klar die mannschaftliche Geschlossenheit. Ich habe selten so eine eingeschworene Truppe wie unsere erlebt.

Am vergangenen Sonntag habt ihr 8:0 in Bronnzell gewonnen. Was waren die Gründe für das doch außergewöhnlich hohe Ergebnis?

Wir haben anfangs ein bisschen Glück gehabt. Bronnzell kann durchaus in Führung gehen, doch danach haben wir das Heft in die Hand genommen. Wir haben viel Druck ausgeübt und auch mit fast jedem Schuss ein Tor erzielt.

Der Start in die Saison verlief eher schleppend, woran hat das gelegen?

Sicherlich mussten wir uns erstmal an den neuen Trainer Robert Schorstein gewöhnen, aber eigentlich machen wir nichts anders, als zu Beginn der Saison. In manchen Spielen hat auch einfach ein Quäntchen Glück gefehlt.

Auffällig ist, dass ihr viele Tore in der ersten Viertelstunde nach der Halbzeit erzielt. Liegt das auch an der Halbzeitansprache eures Trainers?

Ja, der Robert findet in der Halbzeit einfach die richtigen Worte. Ein gutes Beispiel ist die Partie gegen Bronnzell. Wir haben zur Halbzeit 6:0 geführt. Viele Mannschaften schalten dann einen Gang runter, wir haben aber genauso konzentriert weitergespielt und noch zwei Treffer erzielt.

Früher ging die Ehrenberger Torgefahr meist durch Igor Jaljaev und dich aus. Diese Saison verteilen sich die Treffer auf mehrere Spieler. Seid ihr nun schwerer auszurechnen?

Auf jeden Fall. Uns zeichnet aus, dass die ganze Mannschaft nach vorne spielen will. Alle wollen Tore schießen, spielen aber trotzdem uneigennützig. So wird der Ball vor dem Tor auch mal quergelegt, anstatt selbst abzuschließen, wenn der Mitspieler besser postiert ist. Das macht es für den Gegner schwerer, uns zu verteidigen.

Wie lautet eure Zielsetzung für die Restrunde?

Wir wollen einfach weiter erfolgreich Fußball spielen. Die Zielsetzung vor der Saison war ein Platz unter den ersten Zehn, davon weichen wir nicht ab. Aber wir wollen so lange wie möglich vorne dabei sein. Man darf aber nicht vergessen, dass wir die meisten Spiele der Spitzenmannschaften absolviert haben.