So - 20.08. 15:00 Uhr
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Kuhl hält Nidda-Sieg fest
So wie hier bei Friedbergs Masse Bell Bell (rotes Trikot) gab es kein Durchkommen in der Nidda-Abwehr. Foto: Christoph Weß
Viktoria Nidda - Türk Gücü Friedberg 1:0 (1:0)
"Der Gegner war besser heute und wollte den Sieg. Sie waren giftiger und wir haben verdient verloren, weil wir keinen Angriff konsequent zu Ende gespielt haben", zeigte sich Türk Gücüs Trainer Mustafa Fil nach der ersten Saisonniederlage maßlos enttäuscht. Friedberg begann sehr dynamisch, als wollten sie den Verbandsliga-Neuling so schnell wie möglich überrollen. Passsicher im Mittelfeld und mit Zug zum Tor blieb das aber wie vernagelt. Nach Fnan Teweldes Pass auf Masse Bell Bell rutschte der einschussbereit aus (13.). Dann verlängerte Masih Saighani im Strafraum eine Flanke von Baris Özdemir per Kopf wiederum auf Bell Bell, aber der fand in Tim Kuhl, der einen Sahnetag erwischt hatte, seinen Meister (18.). Ein Schuss von Florian Decise aus 22 Metern strich knapp neben das Tor (20.), und als wiederum Bell Bell nach einem Zuspiel von Özdemir aussichtsreich stand, pfiff Schiedsrichter Steffen Rabe auf Torwartfoul (29.).
Kurz vor der Halbzeit kullerte der Ball aus dem Gewühl an den rechten Nidda-Pfosten (44.), und Maximilian Heck rettete auf der Linie für seinen in dieser Szene bereits geschlagenen Torwart Kuhl auf der Linie,den Özdemir fast mit dem Halbzeitpfiff schon umlaufen hatte. Da stand es aber schon 1:0 für Nidda, und das durch ein sehenswertes Tor: Als ob die Friedberger Bank schon eine Vorahnung gehabt hätte, mahnten sie mehrfach von der Trainerbank mit "Mauer zusammenhalten" zur Vorsicht. Das half aber nichts. Semun Biber nämlich zirkelte das Leder sehr gefühlvoll aus 20 Metern über die Mauer ins rechte obere Eck (41.). Erstmals so richtig gefährlich wurde Nidda vorher nach einem Fernschuss von Marco Filges, der knapp daneben ging.
Niddas Abwehr-Bollwerk hielt
Mit Beginn der zweiten Hälfte spielte dann nur noch Friedberg. Aber so wie in Abschnitt eins stemmte sich die Viktoria dagegen, und weil die Kräfte mehr und mehr schwanden, fanden spielerische Mittel immer weniger Raum. "Wenn wir selbst versuchen, den Ball in den eigenen Reihen haben, könne wir mitspielen. So war das in der ersten Halbzeit über etwa 20 MInuten okay. Unser Sieg geht ein stückweit in Ordnung, weil wir intensiv gegen den Ball gespielt haben - letzte Woche war das umgekehrt. Wir müssen in Zukunft eine bessere Balance zwischen Qualität und Kampf bekommen, das Stichwort Selbstvertrauen ist ein großes Thema", befand Niddas Trainer Carsten Weber nach dem Spiel.
Kurz zusammengefasst ging es wie folgt weiter: Für Özdemir war in der 50. MInute der Winkel zu spitz, Saighanis Kopfball parierte Kuhl glänzend (56.), Schüsse von Tesfaldet und Özdemir gingen knapp daneben, bevor der eingewechselte Stanley Ike in der 93. Minute noch fast den Ausgleich erzielte, aber zu viele Beine standen da in der Nidda-Abwehr im Weg. So rettete die Weber-Elf mit einem Maximum an Kampfbereitschaft und Leidenschaft den knappen Sieg über die Zeit.
Die Statistik:
Viktoria Nidda: Kuhl - Kneifl, Meinzer, Biber, Pilch, Ja. Jung (70. Sommer), Diedrich, Filges (90. Schwalm), Michel, Lüdke (88. Jo. Jung), Heck - Trainer: Carsten Weber.
Türk Gücü Friedberg: Koc - Weigand, Saighani, Effiong, Tesfaldet, Mezimi (65. Bidou), Decise, Bell Bell (68. Usic), Özdemir, Guersoy (73. Ike), Tewelde - Trainer: Mustafa Fil.
Schiedsrichter: Steffen Rabe (Münchhausen).
Zuschauer: 365.
Tor: 1:0 Semun Biber (41.).
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