Lehnerz im Kopf, den DFB-Pokal im Sinn
"Ein zweites Seligenstadt soll es nicht geben", macht OFC-Mittelfeldspieler Serkan Firat deutlich, der den TSV Lehnerz bestens aus seiner Hessenliga-Zeit bei Viktoria Griesheim kennt. Für die Südhessen war der 23-Jährige in der Spielzeit 2015/16 aktiv und erzielte bei seinem Debüt im Oktober 2015 das einzige Tor für Griesheim bei der 1:2-Niederlage gegen den TSV. "Lehnerz ist eine Mannschaft mit viel Qualität, gerade Patrick Schaaf im zentralen Mittelfeld hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Daher verwundert es mich nicht, dass sie in der Hessenliga Tabellenführer sind, und ich glaube, dass sie bis zum Ende um den Titel spielen werden", warnt Firat vor den Osthessen.
Für die Kickers werde entscheidend sein, dass die Mannschaft voll fokussiert in die Begegnung gehe. "Das muss immer unser Anspruch sein, schließlich sind wir Profis, die am Mittwochabend ein Pflichtspiel bestreiten. Wir stellen uns auf einen harten Fight vor einer hoffentlich tollen Kulisse im Fuldaer Stadion ein", sagt Firat, der sicher ist, "dass wir aus der Niederlage gegen Seligenstadt gelernt haben und alles dafür tun werden, die nächste Runde zu erreichen." Denn mit dem Einzug in das Viertelfinale würden die Kickers dem Fernziel DFB-Pokal ein Stück näher kommen.
In dieser Spielzeit mussten die Offenbacher nämlich auf die Teilnahme verzichten und stattdessen mitansehen, wie die Würzburger Kickers in ihrem Stadion am Bieberer Berg dem Bundesligisten Werder Bremen 0:3 unterlagen. Im August 2016 war das noch anders, da lieferte der OFC dem damaligen Zweitligisten Hannover 96 vor mehr als 10.000 Zuschauern einen klasse Fight und musste sich erst nach einem Lucky Punch in Minute 120 mit 2:3 geschlagen geben. Damaliger Doppeltorschütze für den OFC: Serkan Firat. "Pokalabende am Bieberer Berg sind immer etwas ganz besonderes. Da bekommst du Gänsehaut, dafür spielst du Fußball", verrät der Offensivallrounder seinen Antrieb für Pokalspiele.
Hochzufrieden ist man beim Traditionsverein derweil mit dem Saisonstart. "Damit hat wohl niemand gerechnet, aber wir haben eine sehr starke Mannschaft, die sehr schwer zu schlagen ist", weiß Firat, der mit seinem Team durchaus auf einer kleinen Euphoriewelle surft. Das honorieren auch die Zuschauer: Mehr als 6000 Fans pilgern durchschnittlich zu den Heimspielen an den Bieberer Berg und auch für das Gastspiel in Fulda haben sich bereits zahlreiche treue Anhänger angekündigt.
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