Leipold hilft als Linienrichter aus und erntet Lob
Marc Leipold (Vierter von rechts) ist Zweiter Vorsitzender der TSG Lütter und sprang im Gruppenliga-Duell gegen den TSV Künzell als Linienrichter ein. © Memento36
„Dieser Jahresabschluss ist wirklich bitter. Wenn du in den letzten beiden Spielen in Schlüchtern und nun gegen Künzell zweimal knapp verlierst, dann ist das ärgerlich und es ist auch nicht schön, mit so einem Spiel in die Winterpause zu gehen. Insgesamt fehlen uns drei Punkte aus einer Vorrunde, die weitgehend so gelaufen ist, wie wir das erwartet hatten“, bilanzierte Christoph Wahl, Sportlicher Leiter der TSG Lütter .
TSG Lütter: 2. Vorsitzender hilft als Linienrichter aus
Sein Team biss sich immer wieder an Niklas Kircher die Zähne aus. So verhinderte der Keeper früh den Rückstand gegen Florian Schertell (6.), ganz stark mit einem gehaltenen Elfmeter das 1:1 gegen Maurice Koch (55.) und schließlich noch mal den Ausgleich gegen Koch (81.). „Letztlich ist es aber zu wenig, wenn du nur die letzten 30 Minuten alles in die Waagschale wirfst, davor aber die Spritzigkeit und Galligkeit fehlen, die du benötigst, um so ein Spiel zu gewinnen.“
Dagegen strahlte Künzells Coach Marco Gaul nach dem Sieg um die Wette. „Von diesem Spiel in Lütter hing viel ab, wie denn letztlich das Fazit nach der ersten Saisonhälfte ausfällt. Nach dem Sieg kann man die Hinrunde durchaus als positiv ansehen. Wir müssen aber an einigen Kleinigkeiten arbeiten. Damit meine ich vor allem die Offensivaktionen, die wir einfach nicht sauber zu Ende spielen. Auch die Eins-zu-Eins-Situationen sind so ein Thema“, schaut Gaul auf die vergangenen Monate zurück. Den Sieg in Lütter leitete ausgerechnet einer ein, der bei der TSG nicht glücklich geworden war. Louis Winkow zeigte seinen Torriecher nach einer Unstimmigkeit zwischen Abwehr und Torhüter. „Klasse herausgespielt war dann aber unser 2:0, das Philipp Kraus, Julian Parzeller und Louis Winkow super aufgelegt haben“, sagte Marco Gaul.
Kurios: Vor dem Spiel fühlte sich einer der angesetzten Schiedsichter-Assistenten nicht wohl und musste ersetzt werden. Lütters zweiter Vorsitzender Marc Leipold, selbst Schiedsrichter, übernahm die Fahne und erntete Lob. „Anfangs hast du da als Gast ein komisches Gefühl. Aber er hat das einwandfrei gemacht. Die Alternative wäre eine Spielabsage gewesen. Dazu ist es glücklicherweise nicht gekommen“, so Gaul.