Leistungsträger füllt Rolle in Perfektion aus

Felix Beck und sein Team sind momentan richtig gut drauf. Foto: Charlie Rolff

Als „Traumtransfer“ hatte die SG Ehrenberg im April 2017 Felix Beck angekündigt, der aufgrund einer von Borussia Fulda mitgebrachten Knieverletzung allerdings zunächst nicht zum Führungsspieler avancieren konnte. Nun, im Oktober 2018, ist alles anders: Beck ist unumstrittener Leistungsträger des ungeschlagenen Tabellenzweiten der Gruppenliga Fulda und sorgt mit seinen präzisen Standards für Furore.

Seine Bilanz: vier direkt verwandelte Freistöße in den bisherigen 13 Begegnungen. Am vergangenen Sonntag leitete der Linksfuß so beispielsweise den 3:0-Sieg gegen die SG Festspielstadt ein. „Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, warum das so gut läuft. Ich schieße die Freistöße gern und vielleicht ist dann einfach ein bisschen Glück dabei“, redet Beck passend zu seinem Naturell sein Talent für den ruhenden Ball etwas herunter.

Dem gebürtigen Hilderser werden die Erfolgserlebnisse allerdings gut zu Gemüte stehen. Bereits 2014 hatte sich Beck einen Kreuzbandriss im rechten Knie zugezogen, ein erneuter Rückschlag folgte im Mai 2017, als er aufgrund eines Außenmeniskusrisses zwangspausieren und sich einer weiteren Operation unterziehen musste. Nun ist der 26-Jährige aber wieder zurück auf dem Platz, spielte bislang in jedem Spiel der aktuellen Saison und zeigt sich auch zufrieden mit seinem Knie: „Klar, nach der OP hat es anfangs gedauert, bis ich wieder richtig fit war. Mittlerweile habe ich allerdings keine Schmerzen mehr“, schildert der junge Routinier, der bereits über 10.000 Spielminuten für Borussia Fulda und den Hünfelder SV in der Hessenliga sammelte, beinahe in jeder Sekunde davon als Linksverteidiger.

Doch wer die Aufstellung von Ehrenbergs Coach Robert Schorstein in den vergangenen Spielen genau studiert hat, konnte erkennen, dass Beck mal in der Innenverteidigung, mal als Rechtsverteidiger aufzufinden war. „Ich denke, ich habe mich auf der linken Seite schon eingependelt, doch durch die zwischenzeitliche Verletzung von Marius Schäfer und die anhaltende von Moritz Schäfer musste ich eben mal auf eine andere Verteidigerposition ausweichen“, stellt sich Beck gerne in den Dienst der Mannschaft.

Trotz des Verletzungspechs bewegt sich die SG Ehrenberg derzeit auf Aufstiegskurs, ist nur wegen des schlechteren Torverhältnisses Zweiter hinter Bad Soden. „Wir sind ein guter Haufen und wirklich als Team zusammengewachsen“ kennt Beck Gründe für den Aufschwung und ergänzt, „dass wir zwar auf einer Euphoriewelle schweben, es jedoch schwierig ist, an so einem Lauf festzuhalten“. Viel eher wolle sein Team die Situation als schöne Momentaufnahme werten. Die Favoritenrolle schiebt er deshalb der SG Bad Soden zu und hält offiziell am ursprünglichen Saisonziel fest: „Ein Platz unter den ersten fünf.“

Autor: Dominic Dylka

Becks herrlicher Freistoßtreffer gegen die SG Festspielstadt im Video

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