Marco Fladungs Abschied mit unzähligen Koryphäen
Marco Fladungs Kopfballspiel ist noch immer exzellent, vor zwölf Jahren im blauen Trikot des Hünfelder SV war es allerdings noch besser.
Und wer die Liste derer, die ihr Kommen zugesagt haben, liest, der gerät zwangsläufig ins Schwärmen. Aus den Tagen seiner größten sportlichen Erfolge, als er mit Borussia Fulda knapp am Aufstieg zur 2. Bundesliga gescheitert war, fehlt fast niemand: Cesar Thier, Olivier Djappa, Eldar Hasic, Francisco Martinez, Oliver Happ, Bardo Hirsch, Jörg Meinhardt, Thomas Freier, Judmir Meta, Jürgen Kress, Jens Poppowitsch, Kelvin King, Andreas Schmier und selbst der mittlerweile in Luxemburg lebende Andreas Wischermann wollen allesamt dabei sein. Borussias Sportdirektor und damaliger Trainer Martin Hohmann hatte sich um das Zusammenstellen der Truppe gekümmert und wird dieses Team auch coachen.
In Halbzeit eins treffen die Borussen auf den Hünfelder SV - dort machte Fladung seine ersten Seniorenschritte und wechselte nach seiner Zeit für Borussia noch einmal für sechs Jahre an die Rhönkampfbahn. Auch hier fehlt von den alten Haudegen, die sich Anfang der 90er mit Borussia Fulda um den Landesliga-Titel balgten, fast niemand: Tommy Hohmann, Bernhard Göbel, Martin Müller, Hubertus Vilmar, Michael Rausch, Klaus Krimmel, Michael Matthaei, „Kalle“ Müller, Joachim Michel, Stefan Waider, Thomas Fladung oder Sven Bednarek werden sich das Highlight nicht entgehen lassen, auch ein paar Spieler aus späteren HSV-Zeiten wie Dominik Weber oder Ingo Rippert werden aufschlagen. Trainer wird Harald Borngräber sein.
Der gute Zweck kommt nicht zu kurz
Die zweite Halbzeit, wenn auch bei Borussia Fulda noch ein paar Spieler aus späterer Generation auflaufen werden, stellt Fladung zudem ein Team aus seinen weiteren drei Vereinen zusammen: Vom Rasdorfer SC darf selbstredend Bruder „Toto“ nicht fehlen, genauso wenig Matthias und Tobias Budenz oder Alexander Weller. Auch vom heutigen Team werden ein paar gegen die „Alt-Internationalen“ kämpfen. Vom RSV Petersberg haben beispielsweise Ede Vorndran, Rolf Gollin, Günther Zinkand, Marco Wittke oder Thomas Flügel ihr Kommen zugesagt. Von der TSG Mackenzell, wo Fladung seine Karriere in der abgelaufenen Saison ausklingen ließ und weiterhin als Jugendtrainer und Jugendleiter aktiv sein wird, spielt beispielsweise der scheidende Spielertrainer Frank Hohmann mit.
„Natürlich werden nicht alle spielen können, der eine oder andere hat ja schon ein paar Operationen hinter sich. Aber die allermeisten werden auch auf dem Platz aktiv sein“, fiebert Fladung dem Sommer-Highlight entgegen und klärt auf, warum er das Spiel initiieren wollte: „Früher haben wir uns mit dem 96er-Team von Borussia noch regelmäßig getroffen, das letzte Mal ist jetzt aber schon fünf Jahre her. Und da ich auch in Rasdorf, Petersberg oder Hünfeld richtig tolle Zeiten erlebt habe, ist das ein wunderbarer Moment, um alle wieder auf einem Haufen zu haben.“
Klar ist: Nach dem Abpfiff wird der Abend erst richtig losgehen, diverse Kaltgetränke werden wohl nur eine kurze Halbwertszeit besitzen, die Gespräche über „die alten Zeiten“ ähnlich kurzweilig vonstatten gehen. Für das passende Abendprogramm wird die aus Funk und Fernsehen bekannte Marilena mit Vater „Magic“ Harald Kichner sorgen. Und zumindest beim zunächst einmal Wesentlichen, dem Fußballspiel, wird der Eintritt frei sein, stattdessen werden Spendenboxen bereitstehen - der Erlös soll an eine karitative Einrichtung gehen. Kicken für den guten Zweck - und das mit osthessischen Fußballlegenden, die man so wohl nicht mehr zusammenbekommen wird.