Margretenhaun heißt Gersfelds Vorbild
"Es läuft auf jeden Fall besser", sagt Grösch und fügt an: "Aber warum, dass weiß ich auch nicht so genau." Doch nach einigem Nachdenken fallen ihm doch ein paar Gründe ein: Das Glück, die verbesserte Defensive, der tolle Teamgeist und der Jaljaev-Faktor. Glück, weil in der Hinrunde viele Spiele knapp verloren gingen. Die verbesserte Defensive, weil Grösch selbst als Libero im Verbund mit den Manndeckern Maximilian Jörges und Andre Ruppert sicherer stehen. Jaljaev, weil der Winterneuzugang zwar "erst" drei Tore auf seinem Konto hat, allerdings den Ball gut hält und gerade für seinen Sturmkollegen Julian Klein entscheidende Räume schafft.
Es gibt aber auch grundsätzliche Dinge, die Coach Victor Ruppel umgestellt hat: "Wir warten eher ab. Machen nicht unbedingt das Spiel. Wir wollen die Null halten und nach vorne kann immer was gehen", erklärt Grösch. Paradebeispiel war der jüngste 1:0-Erfolg gegen Titelaspirant Burghaun. Gegen die Topteams fällt es den Rhönern ohnehin leichter: "Wir gleichen uns den Gegnern an. Wenn unsere Gegner bolzen, dann bolzen wir mit. Wenn die Gegner spielen, dann spielen wir mit."
Ob der ganzen Gründe, die letztlich zum aktuellen Erfolg führen, haben die Gersfelder das Saisonziel nach oben korrigiert: "In der Winterpause war die Motivation, den Relegationsplatz zu erreichen. Jetzt würden wir es gerne direkt schaffen", sagt Grösch, der den RSV Margretenhaun aus der Vorsaison als Vorbild nennt und gleichzeitig lieber einmal Relegation schauen statt spielen will: "Wir haben bis auf letztes Jahr in den vergangenen vier Jahren immer Relegation gespielt. Wir wollen mal nicht bis zum Schluss zittern."