Martinez: "Ziel muss die Kreisoberliga sein“
„Es war mehr drin“, sagt Martinez, der gerade in der Personalsituation eine Art Achterbahnfahrt erlebt hatte. „Wir mussten immer wieder umbauen, hatten zwischendurch mit Libor Zak und Martin Lovicka sogar mal zwei Tschechen. Das war aber leider eine sehr unschöne Zeit, sie haben uns den ganzen Laden durcheinandergewirbelt und jede Menge Schwierigkeiten besorgt. Gerade in jener Phase war für uns mehr möglich. Aber wenn du mit neun Spielern gegen elf spielst, ist es eben nicht leicht“, so der Ex-Neuhofer.
Nun habe sich seine Mannschaft aber stabilisiert, holte aus den vergangenen neun Begegnungen 23 Punkte und ist im Kampf um Platz zwei voll im Rennen. „Trotzdem sind wir froh, dass Winterpause ist. Jetzt können die Jungs die Wehwehchen in Ruhe auskurieren“, sagt Martinez. Allzu lange werden seine Spieler aber nicht die Beine hochlegen können, bereits im Dezember soll das Team mit einem abgespecktem Programm wieder das Training aufnehmen. „Wir werden uns ein- bis zweimal die Woche zum Kicken treffen, damit die Jungs nicht einschlafen. Wir wollen einfach frisch bleiben.“
Denn Martinez verfolgt mit dem SV Hauswurz weiter ambitionierte Ziele und hat sogar Platz eins noch nicht abgehakt. Den nimmt derzeit der VfL Lauterbach mit neun Punkten Vorsprung ein – bei einer Partie weniger als die direkte Konkurrenz. „Auch Lauterbach ist zu schlagen, schließlich haben sie zuletzt zweimal in Folge verloren. Im Fußball ist alles möglich“, sagt Martinez, der ausführt: „Unser Ziel bleibt weiterhin Rang zwei. Wir machen uns da aber keinen großen Druck. Wenn es dieses Jahr nicht klappt, dann eben in der kommenden Spielzeit. Mittelfristig muss unser Ziel aber die Kreisoberliga sein.“
Dafür benötigt der SVH weiter die Tore seines Spielertrainers. 23-mal netzte Martinez in 16 Begegnungen ein. „Die Offensive ist unser Prunkstück, aber auch das Mittelfeld und die Abwehr machen einen Bombenjob“, lobt Martinez, der mit Konstantin Mihajlov (14 Treffern) den richtigen Sturmpartner für sich gefunden hat. „Konstantin macht auch mal aus dem Nichts ein Tor, auch wenn er fünf Kilo zu viel auf den Rippen hat. Das passt sehr gut“, berichtet der Spielertrainer, der sich vor allem darüber freut, dass die Umstellung auf Viererkette immer mehr fruchtet. „Die Mannschaft hat sich gefunden. Es ist die halbe Miete in der A-Liga, wenn du eine lernwillige Truppe hast.“ Und die ist beim SV Hauswurz vorhanden.
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