Murat Anli nimmt Vorgänger in Schutz

Murat Anli war auch schon ohne offizielles Amt ein Dirigent am Platz. Foto: Charlie Rolff

Mit Murat Anli baut der TSV Rothemann vorerst auf den erfahrensten Spieler in seinem Kader. Der 38-Jährige, der unter anderem für Eintracht Frankfurt, den FSV Frankfurt, Borussia Fulda oder Buchonia Flieden spielte, übernimmt auf unbestimmte Zeit interimistisch das Traineramt von Peter Link, von dem sich der Gruppenligist am Samstag getrennt hatte.

„Ich wurde am Samstag kontaktiert und natürlich habe ich ja gesagt, weil es jetzt erst einmal nur um den Verein TSV Rothemann und die Kehrtwende geht“, sagt Anli, der gleichermaßen seinen nun Ex-Trainer in Schutz nimmt: „Für Peter war das kein leichter Start, weil wir so viele Verletzte hatten, dafür junge Spieler ohne Gruppenligaerfahrung spielen mussten. So ist der holprige Start zu erklären, auch wenn wir sicherlich das ein oder andere Spiel hätten gewinnen könne. Und so muss dann zumeist der Trainer den Kopf hinhalten.“

Nun aber richtet Anli, der Sonntag in Künzell beruflich verhindert war und von Vorstandsmitglied Tobias Günther vertreten wurde, den Blick nach vorne: „Die Wende muss eintreffen, die Spielfreude soll schnell zurückkommen. Es nutzt ja nichts, jetzt noch zurückzuschauen.“ Dabei ist Anli froh, auf den einen oder anderen zurückgreifen zu können, der zum Saisonstart nicht zur Verfügung stand. So wie beispielsweise Urlauber Marko Curic oder Neuzugang Maurizio Bohl, der vom FSV Thalau kam. Nur ein prominenter Name fehlt nach wie vor: Renato Tusha. „Wir hatten alle auf ihn gehofft, aber Renato ist nach wie vor verletzt. Mal schauen, ob er überhaupt noch eine Alternative für uns wird“, bedauert Anli, der dennoch positiv nach vorne schaut und das Spielertraineramt so lange ausführen möchte, wie das von Vereinsseite gewünscht ist.

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