Muth setzt auf die Wiesener Tugenden
„Damit hatte nicht jeder gerechnet. Auch ich selbst war überrascht über die Entscheidung“, verrät Muth, der die Nachfolge von Spielertrainer Steffen Vogt antreten wird. Komplettes Neuland betritt er aber nicht, trainiert Muth doch seit eineinhalb Jahren die A-Junioren des JSG Hofbieber/Nüsttal/Dammersbach. „Die Arbeit mit den Jungs bereitet mit große Freude und wird auch fortgesetzt werden“, macht Muth deutlich, der künftig „wohl jeden Tag am Sportplatz verbringen wird.“
Bei seinem Heimatverein erwartet ihn aber eine schwere Aufgabe, mit neun Punkten aus 16 Begegnungen rangiert Wiesen auf dem vorletzten Tabellenplatz. „Wir sind aber mit Welkers punktgleich. Da es nur einen direkten Absteiger und einen Releganten gibt, würde Platz 14 zum Klassenerhalt genügen“, macht Muth deutlich, der keinen Zweifel daran hat, dass dieser am Ende nicht gelingen könnte. „Ich bin zu 110 Prozent davon überzeugt. Wir haben alles in der eigenen Hand und spielen sowohl gegen Welkers als auch Hofbieber II noch zuhause.“
Probleme aufgrund seines jungen Alters mit gerade einmal 22 Jahren erwartet Muth nicht. „Natürlich haben meine Freunde zunächst große Augen gemacht“, berichtet Muth, „aber es geht um die Sache, um den SC Wiesen. Ich bin der festen Überzeugung, dass jeder Spieler sich der Situation bewusst ist und die persönlichen Interessen hinten anstellt. Wir sind ein eingeschworener Haufen“, verdeutlicht der Angreifer, der mit 15 von 18 erzielten Toren die Lebensversicherung des Vereins darstellt.
Den Beginn der neuen Aufgabe kann Muth jedenfalls nicht erwarten, erste Pläne für die Vorbereitung wurden schon geschmiedet. Der Jung-Trainer will die Mannschaft mit einem abwechslungsreichen Programm und attraktiven Testspielgegnern auf Kurs bringen. „Wir müssen wieder die Wiesener Tugenden verkörpern“, fordert Muth und führt aus: „Laufbereitschaft, Kampfbereitschaft und Gras fressen.“ Dann, so ist sich Muth sicher, klappe es auch mit dem Klassenerhalt.
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