FSG Vogelsberg
Nach acht Jahren Ehe die erste Krise
Spielertrainer Marc Ortwein (weiß) und die FSG Vogelsberg kämpfen gegen den Negativtrend an. Foto: Florian Volk
… die aktuelle Krise von acht sieglosen Spielen in Serie:
Es ist momentan auch für mich etwas überraschend, da wir gut in die Saison gestartet sind und wir zu diesem Zeitpunkt deutlich mehr Verletzte zu beklagen hatten. Der Knackpunkt war das Spiel gegen Huttengrund, bei dem wir 2:0 geführt, am Ende aber noch 3:4 verloren haben. Wir haben in der Folge gegen Mannschaften aus dem oberen Drittel gut gespielt, die Punkte aber in diesen Begegnungen verpasst. Unsere aktuelle Situation hat sich im Spiel vergangenen Sonntag gegen den SV Schweben widergespiegelt. Wir hatten zahlreiche gute Chancen, doch am Ende des Tages fehlt uns das nötige Glück, eine solche Partie auch mal zu gewinnen. In der Vorsaison haben wir oft gegen die direkte Konkurrenz gewonnen. In dieser Spielzeit lassen wir aber in diesen wichtigen Spielen Punkte, weil wir nur eine Halbzeit gut spielen, das reicht eben nicht.
… wie die FSG den Turnaround schaffen will:
Indem wir als Team auftreten, das hat uns schon immer ausgemacht. Bei der FSG Vogelsberg ziehen alle an einem Strang. Auch der Einsatz auf dem Platz stimmt, weshalb ich meiner Mannschaft kaum Vorwürfe machen kann. Wir müssen die groben Fehler im Spiel abstellen, aber daran arbeiten wir bereits im Training. Einzig muss ich die Spielvorbereitung bei dem ein oder anderen Spieler bemängeln. Ich kann aber keinem aufzwingen, am Abend vor dem Spiel daheim zu bleiben.
… die Bedeutung, mit Vogelsberg Kreisoberliga zu spielen:
Wir waren jahrelang eine gute A-Liga-Mannschaft und es ist eine schöne Sache, jetzt in dieser Liga zu spielen. Wir haben eine gute Jugendarbeit und spielen fast ausschließlich mit Spielern aus unserer Region. Das mittelfristige Ziel muss es demnach sein, sich in der Kreisoberliga zu etablieren. Sollten wir tatsächlich am Ende der Saison unter dem Strich stehen, wäre das für die FSG Vogelsberg ein harter Schlag. Aber wir sind bis jetzt immer aufgestanden. Außerdem ist erst die Hälfte der Saison gespielt und ich bin guter Dinge, dass wir den Ligaverbleib schaffen.
… den Faktor, fast ausschließlich auf die eigene Jugend zu setzen:
Natürlich schauen wir bei dem ein oder anderen Spieler auch über den Tellerrand. Unsere A- und B-Junioren spielen zudem jeweils in ihren Ligen eine gute Rolle. In den nächsten drei bis vier Jahren werden bestimmt 15 Spieler zu den Senioren dazustoßen. In dieser Beziehung sind wir sehr gut aufgestellt.
… sein Projekt mit der FSG Vogelsberg:
Ich bin diese Saison in mein neuntes Jahr als Trainer gegangen. Das Sportliche ist immer die eine und das Private die andere Seite. Sportlich gesehen wird die FSG Vogelsberg immer mein Verein bleiben und ich denke momentan auch nicht, den Verein zu verlassen. Alles andere, was meine Person um das Traineramt angeht, ist Zukunftsmusik und wird im Winter entschieden.
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