Bayar feiert sein Debüt

Nach der Verlobung kommt die große Chance

Aykut Bayar wird sein Regionalliga-Debüt feiern. Foto: Charlie Rolff

Fast genau ein Jahr ist es her, dass Aykut Bayar letztmals in einem Ligaspiel zwischen den Pfosten stand - damals noch für Verbandsligist Barockstadt II. Am Samstag (14 Uhr) wird er nun erstmals das Tor bei Regionalligist Eintracht Stadtallendorf hüten.

Stammtorhüter Dusan Olujic hat sich am Knie verletzt, bei der genauen Diagnose gab es bislang unterschiedliche Angaben der Ärzte. "Der eine sagt, dass das Kreuzband beschädigt ist, der andere nicht. Wir müssen abwarten und hoffen, dass er keine Operation benötigt", sagt TSV-Coach Dragan Sicaja. Sollte es keine baldige Rückkehr des 35-Jährigen geben, "müssen wir noch keinen Keeper holen", weiß der Trainer, schließlich stehen mit Joao Borgert und Bayar nur zwei zur Verfügung.

Gegen Elversberg wird Bayar zwischen den Pfosten stehen, Sicaja gibt dem ehemaligen Lehnerzer eine Stammplatzgarantie - obwohl der 28-Jährige seit einem Jahr bei keinem Ligaspiel zwischen den Pfosten stand, da er bei der SG Barockstadt in der Vorsaison nur die Nummer zwei war. "Ich kenne Aykut schon seit Ewigkeiten und habe keinerlei Bauchschmerzen. Er war immer sehr zuverlässig", betont Sicaja, der den Schlussmann wohl schon vor einer Woche eingesetzt hätte. Doch das Spiel in Homburg verpasste der Deutsch-Türke, weil er seine Verlobung feierte.

Nun hat Bayar also die große Chance, gegen den Pokalschreck Elversberg (4:2 im DFB-Pokal gegen Zweitligist St. Pauli) nachhaltig auf sich aufmerksam zu machen. Nach zwei Zählern aus vier Spielen würde ein Dreier dem letztjährigen Hessenliga-Meister gut tun. "Wir haben sicherlich zwei, drei Punkte zu wenig", spielt Sicaja unter anderem auf das 2:4 bei Schott Mainz an, als die Eintracht 2:0 geführt hatte. Mit Nestor Djengoue (FSV Frankfurt) und Rückkehrer Del-Angelo Williams (Elversberg) hat Stadtallendorf personell nachgelegt, zumal Kapitän Kevin Vidakovics mit einem Kreuzbandriss lange fehlen wird. "Wir wollen mit den Grundprinzipien des Fußballs zurück in die Erfolgsspur. Das bedeutet, dass wir aus einer sicheren Ordnung agieren und uns damit Sicherheit holen wollen", so der erfahrene Coach.

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