Ortweins Wunsch: "Noch einmal eine Liga höher"

Marc Ortwein (rechts) geht in seine siebte Spielertrainer-Saison. Foto: Florian Volk

Marc Ortwein und die FSG Vogelsberg - das gehört einfach zusammen. In der Saison 2017/18 wird der 34-Jährige bereits in seine siebte Spielzeit als Spielertrainer gehen. Wir haben mit Ortwein über seine Beweggründe gesprochen.

Im kommenden Sommer gehst du in deine siebte Spielzeit als Trainer der Spielgemeinschaft aus Lanzenhain und Herbstein. Eine solch lange Amtszeit gibt es nicht mehr allzu oft, auch nicht im Amateurbereich ...

Das stimmt. Aber ich lebe jetzt schon seit acht Jahren in Lanzenhain, bin hier sesshaft geworden und habe meine große Liebe gefunden. Dazu gefällt es mir auch im Verein einfach. Ich komme mit den Jungs sehr gut aus, wir unternehmen auch außerhalb des Platzes viel zusammen. Sportlich passt es, deswegen habe ich Bock drauf, es weiterhin zu machen.

Die sportliche Situation ist das Stichwort: Nach einem eher schleppenden Saisonstart habt ihr zuletzt zehnmal in Folge nicht verloren. Kontakt zu Platz zwei besteht. Womit ist bei euch zu rechnen?

Ich denke, es ist alles drin. Die Rückrunde wird ziemlich spannend werden, weil sechs Mannschaften um Platz zwei kämpfen und nur noch zwölf Spiele zu absolvieren sind. Die Teams, die aus den ersten vier, fünf Spielen nach der Winterpause gut rauskommen, werden gute Chancen haben. Zwei, drei Teams werden dann wahrscheinlich schon aus dem Rennen sein, ich hoffe, dass wir dann noch dabei sind.

Dabei hat die FSG Vogelsberg doch sicherlich nicht die besten Voraussetzungen für eine gute Vorbereitung im Winter ...

Das ist immer sehr schwierig, ein Kunstrasenplatz steht uns zum Beispiel nicht zur Verfügung. Und Lanzenhain ist auch noch ein Schneegebiet hoch zehn. Deswegen werden wir viel im Fitnessbereich arbeiten, dazu habe ich sechs Testspiele ausgemacht. Arbeiten wollen wir im Defensivbereich, da hat es ein bisschen geklemmt. Offensiv muss man dagegen nichts zu sagen, die meisten Tore der Liga sprechen da für sich.

Euer Auftaktprogramm hat es aber in sich. Ihr startet mit Spielen gegen zwei Teams, die knapp hinter euch stehen, ehe mit Sickels, Bimbach und Lehnerz III Mannschaften warten, die allesamt um Platz zwei kämpfen.

Die ganze Rückrunde wird schwierig, die unteren Teams hatten wir erst zum Schluss. Aber das ist auch gut so, in diesen Spielen wissen wir gleich, worum es geht. Es kommt uns gelegen, dass wir mit einem Heimspiel starten. Wir wollen gegen Kleinlüder/Hainzell mit einem Sieg in die schweren Spiele gehen.

Der Aufstiegsrelegationsplatz ist aktuell zwei Punkte entfernt. Sagst du ganz offensiv, dass ihr am Ende Zweiter werden wollt?

Nein, das ist für uns - im Vergleich zu anderen Mannschaften - kein Muss. Letztes Jahr waren wir Vierter, und die Top fünf wollen wir auch dieses Jahr wieder anvisieren. Wenn wir nicht Zweiter werden, haben wir das Ziel nicht verfehlt. Wir werden alles versuchen, denn die Chance besteht definitiv.

Ein möglicher Aufstieg in die Kreisoberliga ist also durchaus ein Thema?

Das ist unser mittelfristiges Ziel. Wir haben eine gute Jugendarbeit im Verein, im Sommer kommen wieder einige Leute in den Seniorenbereich. Wir sind damals 2013 in die A-Liga aufgestiegen, und mein persönliches Ziel ist es, noch einmal eine Liga höher zu kommen. In einigen Jahren wollen wir in die KOL, das trauen wir uns auch zu.

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