Petrasch überrascht selbst Trainer Müller
In 25 von 26 Spielen stand der Michelsrombacher auf dem Platz, seit November immer von Beginn an. Vergangene Woche in Rothwesten gelang zudem das erste Verbandsliga-Tor. "Von allen Spielern, die wir holen, versprechen wir uns, dass sie uns weiterhelfen. In diesem Ausmaß hätte ich das aber nicht erwartet", zeigt sich sogar Trainer Karl-Josef Müller überrascht. Und auch Petrasch selbst hätte sich einen besseren Start in die Senioren-Karriere kaum wünschen können, schließlich sei die Verbandsliga doch gerade im körperlichen Bereich etwas anderes als die Junioren-Hessenliga.
Dort spielte er im Vorjahr noch mit dem JFV Viktoria Fulda. Im Gegensatz zu vielen Spielern, die sich Stammverein TSV Lehnerz anschließen, entschied sich Petrasch für einen Wechsel. "Ich hatte ein Angebot von Lehnerz II. Aber ich wollte in eine erste Mannschaft, wo immer viele Leute im Training sind", erklärt der 19-Jährige die Beweggründe für seinen Wechsel, Schon in der Jugend hatte der Außenverteidiger zwei Jahre in Steinbach gespielt.
Bereut hat er diesen Schritt keineswegs. Schließlich ist Petrasch zum Stammspieler gereift und mit dem SV Steinbach auf Hessenliga-Kurs. Vom Aufstieg will der Außenverteidiger dennoch nichts wissen. "Davon reden wir erst, wenn wir punktetechnisch nicht mehr einzuholen sind", betont Petrasch, der gerade zum Schreiner ausgebildet wird, sagt aber auch, "dass die Hessenliga spielerisch und körperlich etwas ganz Anderes wäre. Wir würden auf jeden Fall gefordert werden."
Trainer "Kalle" Müller will davon naturgemäß noch nichts wissen und lobt daher viel lieber seinen Schützling. "Er hat eine unheimliche Entwicklung genommen. Heiko ist sehr ehrgeizig, arbeitet viel an sich selbst und fragt, wo er sich noch verbessern kann. Ich bin rundum zufrieden mit ihm." Verbessern könne sich Petrasch noch im Umschaltspiel und dem Passspiel, zudem könnten seine Flanken in vollem Lauf noch schärfer kommen. "Das kommt aber mit der Zeit. Sein Selbstvertrauen wird schon jetzt immer größer", freut sich Müller.