So - 09.04. 15:00 Uhr
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Philipp Prokopenko entscheidet Gipfeltreffen
Mit 0:4 war Aulatal im Hinspiel untergegangen und aus dieser Partie hatte Coach Markus Pflanz seine Lehren gezogen, denn der Gastgeber überließ dem Gegner das Feld, ließ sich lange gar nicht locken und versuchte selbst fast ausschließlich durch schnelles Umschaltspiel - in Form von langen Bällen - zum Erfolg zu kommen, ohne auch nur ansatzweise die eigene Defensive zu entblößen.
Die Konsequenz daraus: Die erste Hälfte verlief quasi ohne klare Torchancen, wirklich gefährlich wurde es nur nach Eckbällen - auf beiden Seiten - und einmal, als Daniel Naumann Bogdan Corocaju freispielte, der allerdings aus 14 Metern sofort den Abschluss suchte, anstatt noch zwei, drei Meter zu gehen. Mit viel Gewalt, aber ohne Gefühl verfehlte das Leder den Kasten einen halben Meter (36.).
Druck wird immer größer, dann kommt Prokopenko
Doch was den Gegner vor der Pause noch vom Tor weghielt, war im zweiten Durchgang gänzlich anders: Philipp Prokopenko (52., 65.), Dominik Oelschläger (56., 68.) und Kaan Uzun (70.) ließen beste Chancen liegen. Besonders die Prokopenko-Möglichkeiten hatten es in sich: Zunächst von Simon Wedekind freigespielt, verfehlte er den Kasten um Zentimeter, dann krachte ein Freistoß aus gut 28 Metern an die Unterkante der Latte. Und Aulatal? Brachte einen ganzen Torabschluss nach der Pause Richtung Tor, da allerdings hatte Ivica Madzar bei André Honsteins Versuch aber so gar keine Mühe (74.).
In der Schlussphase lag ein Treffer nicht mehr in der Luft (Pflanz: „Mir hätte ein Punkt gereicht“), doch die extrem willensstarken „Hessen“ schlugen doch noch zu: Kai Stiebeling blies den Ball planlos aus der Gefahrenzone - er kam sofort zurück und Philipp Prokopenko, der zwischenzeitlich zehn Minuten Verschnaufpause erhalten hatte, nahm das Leder direkt (86.). Tolles Tor, verdienter Sieg!
Da waren sich auch die Trainer einig und Hersfelds Adrian May gab auch gleich das klare neue Ziel aus: „Wenn man gegen den ärgsten Konkurrenten zweimal gewinnt und kein Tor zulässt, dann willst du natürlich auch Meister werden.“ Entscheidend sei der unbedingte Wille gewesen. Die Gefühlswelt von Pflanz bestand hingegen aus einem Mix aus Frust und Enttäuschung, allerdings stellte er klar, die Flinte noch längst nicht ins Korn zu werfen. Dafür gibt‘s auch keinen Grund, beide Teams sind nun punktgleich, die „Hessen“ aufgrund des gewonnenen direkten Vergleichs ganz oben.
Die Statistik:
Aulatal: Lepper - Mc Donald, Schreiber, Schneider, Stiebling - Wernick, Weber - Kozik, Schrön, D. Naumann - Cojocaru. Außerdem: Honstein, Richardt.
SG Hessen/Spvgg: Madzar - Augustin, Pfalzgraf, Krumme, Henninghausen - May, Kahya - P. Prokopenko, Pepik, Wedekind - Oelschläger. Außerdem: Uzun, Eirich, R. Prokopenko.
Schiedsrichter: Eric Friauf (TSV Mengsberg).
Zuschauer: 350.
Tor: 0:1 Philipp Prokopenko (86.).