Gruppenliga Frankfurt West
30. Spieltag


SG Bornheim Grün-Weiss

2

:

1


FG Seckbach

Anpfiff

So - 30.04. 15:00 Uhr

Spielstätte

KR F-Bornheim (Seckb.Ldstr.)

Zuschauer

200

Schiedsrichter

Stephan Jose Fröhlich (Fulda)

Schneider katapultiert Bornheim auf Rang sieben

Derbysieger mit der SG Bornheim gegen den alten Rivalen FG Seckbach: Benjamin Beutel. Foto: Jörg Schulz.

Das Frankfurter Derby zwischen der SG Bornheim und der FG Seckbach ging vor etwa 200 Zuschauern an die Hausherren. Durch zwei Treffer von Moritz Schneider siegte Bornheim mit 2:1 (0:1), zeigte allerdings erst nach der Pause das wahre Gesicht. Durch den Sieg hat sich die SG in der Tabelle an den Seckbachern vorbeigeschoben, gesichert sind im Kampf gegen den Abstieg nach eigenen Aussagen beide Teams noch nicht.

Sg Bornheim Grün-Weiss - FG Seckbach 2:1 (0:1)

Den besseren Start in die Partie erwischten die Gäste. Nach nur zwei Minuten bediente Julen Cennamo flach seinen Stürmer Stanley Ike, der direkt zum Abschluss kam und nur knapp am Pfosten vorbeizog. Drei Minuten danach tankte sich Ike mit dem Ball über 30 Meter nach vorne, bis er vor Bornheim-Keeper Gianluca Colombo stand. Dieser konnte den Schuss mit dem Arm abwehren. Auch nach den ungenutzten Chancen erarbeitete sich Seckbach Möglichkeiten. Besonders Ali Wardak sorgte mit präzisen Eckbällen für Gefahr in der Bornheimer Abwehr. Doch ein Freistoß sollte zum Erfolg führen: Aus dem rechten Halbfeld flankte Wardak in die Mitte, Bornheims Markus Renner gab dem Ball wohl noch die entscheidende Richtungsänderung mit und über den Pfosten ging er zum 0:1 über die Linie. Im Gegenzug hatte die SG ihre bislang größte Chance. Über Benjamin Beutel gelangte die Kugel zu Josei Yasukawa. Dessen Hereingabe wollte sich Seckbach-Schlussmann Niklas Beyer 12 Meter vor dem Kasten schnappen, doch Alen Kotarac kam ihm zuvor und köpfte vor die Füße von Kapitän Niklas Troll, der den zurückeilenden Beyer aus 25 Metern überlupfte, doch an Florian Brenner scheiterte, der das Leder im Rückwärtslaufen auf der Torlinie rausköpfte.

Die letzte gute Gelegenheit der Hausherren vor der Pause, die auch nach Meinung des Co-Trainers Daniel Krieg noch nicht auf Betriebstemperatur waren: „In der ersten Halbzeit hatten wir riesige Probleme, ins Spiel zu kommen. Gerade was das Spiel nach vorne angeht war es ziemlich hektisch und zerfahren. Seckbach war gerade offensiv sehr gallig“, so Krieg, der im Derby Cheftrainer Maik Rudolf vertrat. „Wir haben es wie gegen Neu-Anspach versäumt, das 2:0 zu machen. Das ist momentan unser Manko“, hätte sich auch Seckbachs Trainer Nico de Rinaldis eine höhere Halbzeitführung gewünscht. „In der zweiten Halbzeit kamen wir über den Willen und den Kampf. Moritz Schneider hat ein gutes Spiel gemacht und Akzente gesetzt“, bewertete Daniel Krieg die Vorstellung seiner Truppe nach dem Seitenwechsel.

Eingewechselter Schneider dreht das Spiel

Und in der Tat: Nach der Pause erspielten sich die Gastgeber deutlich mehr Chancen und tauchten mehrfach vor Beyer auf. Nach einer Stunde wurde die Leistungssteigerung durch den ersten Treffer des kurz zuvor eingewechselten Moritz Schneider belohnt. Marc Münzel flankte in die Mitte, und Schneider köpfte den Ball aus wenigen Metern unhaltbar in die Ecke. Die Seckbacher auf der anderen Seite gaben sich nicht mit dem Punkt zufrieden und spielten weiterhin nach vorne, nach einen schönen Konter vertändelten Ike und Elvir Pintol eine gute Einschusschance: „Wir haben auch nach dem 1:1 versucht, auf Sieg zu spielen“, sah auch de Rinaldis einen offensiv auftretenden Gast. Etwa zehn Minuten vor dem Ende bescherte Schneider seine Truppe mit seinem zweiten Treffer mit drei wichtigen Punkten im Kampf um den Klassenerhalt. Mabulli Sawo spielte einen Rückpass zu seinem Torwart Beyer, der den Ball wenige Meter vor dem eigenen Tor noch kontrollieren musste.

Beim Versuch, den Ball wegzuschlagen, grätschte Schneider heran und lenkte den Ball an Beyer vorbei ins Netz. „Unser junger Torwart hat heute eine bittere Lebenserfahrung gesammelt – auf meine Kosten. Das ist in Ordnung, das passiert“, machte Seckbachs Trainer de Rinaldis seinem Schützling keinen Vorwurf. Und auch nach dem Treffer stürmte seine Mannschaft eifrig nach vorne, allerdings ohne sich dabei 100-prozentige Chancen zu erspielen. Die Bornheimer kamen durch die offensiven Seckbacher zu Konterangriffen, konnten aber trotz guter Chancen keine Gefahr ausstrahlen. „In den letzten 17, 18 Metern vor dem Tor hat uns die Zielstrebigkeit gefehlt. Ab der 60. Minute hätten wir den Sack viel eher zumachen müssen“, so Krieg, der sich am Ende dennoch über die drei Punkte freuen durfte.

(sly)

Die Statistik:

SG Bornheim Grün-Weiss: Colombo – Münzel, P.Schmanke, Renner, Schuster (82. Stanskus) – Heinz, N.Troll – Richter, M.Troll (58. Kusch), Yasukawa (58. Schneider) – Beutel - Trainer: Daniel Krieg.
FG Seckbach: FG Seckbach: Beyer – Urban, Brenner, Kotarac, Marbouh – Tischner, Cennamo – A.Wardak (46. M.Wardak), Pintol, Sarnik (65. Sawo) – Ike - Trainer: Nico de Rinaldis.

Schiedsrichter: Stephan Jose Fröhlich (Fulda).
Zuschauer: 200.
Tore: 0:1 Markus Renner (16./Eigentor), 1:1 und 2:1 Moritz Schneider (61./81.).

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