Hessenliga
5. Spieltag


SG Barockstadt

1

:

2


KSV Baunatal

Anpfiff

Sa - 25.08. 15:00 Uhr

Spielstätte

--

Zuschauer

1000

Schiedsrichter

--

Schon beim Warmmachen fehlte die Spannung - Fotos

Borussen-Angreifer Christopher Bieber (rechts) hatte gegen Baunatals Maximilian Blahout wenig zu bestellen. Foto: Charlie Rolff

Das erste Hessenliga-Heimspiel der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz im Stadion der Stadt Fulda ist in die Hose gegangen: Vor 1000 Zuschauern unterlag die Kaminski-Elf dem KSV Baunatal mit 1:2 (1:2). Wegweisend für den Sieg der Nordhessen gegen einfallslose Fuldaer war der Doppelschlag in der Anfangsphase.

Die Barockstadt versprühte von Anfang an keinen Esprit, ließ die letzte Kampfbereitschaft, die letzte Leidenschaft bis zum Abpfiff vermissen. Das brachte Alfred Kaminski mächtig auf die Palme, der schon beim Warmmachen gemerkt hatte, dass die letzte Spannung seiner Mannschaft abging: "Man kann verlieren, aber was mich so enttäuscht, ist die Tatsache, dass wir nicht nachgehen, wenn wir einen Ball verlieren. Es saßen heute sieben Spieler auf der Bank, zwei waren nicht im Kader, die unbedingt spielen wollen. Und mir scheint, dass wir bis zum nächsten Spiel einen größeren personellen Wechsel tätigen sollten."

Die Niederlage bahnte sich bereits nach 13 Minuten an, als der KSV binnen einer Minute gleich zweimal zustach. Erst war es - mal wieder - ein Standard, der das 0:1 brachte: Die scharf getretene Ecke von Malte Grashoff ging im Fünfer runter, doch Nico Schrader war vor SGB-Keeper Mujezinovic mit dem Kopf am Ball. Offenbar total geschockt, ließ die Abwehr der Barockstädter unmittelbar nach Wiederanpfiff Manuel Pforr durch den Strafraum spazieren, der trocken ins kurze Eck traf.

Es folgte eine schnelle Reaktion durch Patrick Broschke, der nach einem Standard von Patrick Schaaf verkürzen konnte (18.). "Ich hatte dann bis zuletzt Bedenken, dass wir drei Tore brauchen, um hier zu gewinnen. Dafür hat Barockstadt zu viele individuelle Qualität", gestand Baunatals Coach Tobias Nebe, der allerdings völlig unnötig Sorgenfalten in der Stirn hatte. Denn die Barockstadt entfaltete von nun an kaum noch Zug nach vorne, lediglich Benjamin Trümner per Volleyabnahme (28.) und der eingewechselte Florian Münkel, der in der Schlussphase knapp verzog, vermochten noch einen Hauch von Torgefahr zu versprühen. So lag eher noch das 3:1 der Gäste in der Luft, welches das Aluminium allerdings zweimal verhinderte.

"In der Halbzeit hatte ich den Eindruck, dass man sich mit dem 1:2 begnügt. Einige denken hier, man macht so ein bisschen seine Sache, man hätte ohnehin genügend Qualität und dann geht das hier seinen Gang. Man redet schon von dem, was am Saisonende ist. Das ist einfach fatal", polterte Kaminski. Fakt ist: Die Unruhe ist nach drei Niederlagen aus den ersten fünf Spielen schon wieder da, das war unter den rund 1000 Zuschauern in der Johannisau schnell zu spüren. "Wir müssen sehen, dass wir den Arsch jetzt ganz schnell hochkriegen", appellierte Kapitän Patrick Schaaf folgerichtig an seine Mitspieler.

Die Statistik:

SG Barockstadt Fulda-Lehnerz: Mujezinovic - Odenwald (80. Müller), Gröger, Torcuatro, Mosch - Schaaf, Crljenec - Broschke, Pomnitz (69. Münkel), Trümner (57. Strangl) - Bieber.
KSV Baunatal: Bielert - Blahout, Borgardt, Wolf - Krengel, Schäfer, Grashoff, Springer (71. Sattorov) - Üstün (61. Möller) - Pforr, Schrader (83. Degenhardt).
Schiedsrichter: Simon Wecht (Heppenheim). Zuschauer: 1000. Tore: 0:1 Nico Schrader (12.), 0:2 Manuel Pforr (13.), 1:2 Patrick Broschke (18.).