Starke: Ergebnisse interessieren mich noch nicht
Zum Auftakt gab es ein 4:1 gegen die SG Rückers. Waren Sie zufrieden mit den ersten 90 Minuten der Saison?
Es ist schon beeindruckend, wie die Mannschaft mit dem ganzen Druck umgegangen ist, der von außen immer wieder kommt. Ich bin ja selbst Fußballer und weiß genau, wie schwer dann so ein erstes Spiel wird.
Woran muss die Mannschaft in den kommenden Wochen und Monaten vor allem noch arbeiten?
Auf jeden Fall daran, dass wir Kontinuität in gewisse Abläufe hineinbekommen. Das betrifft beispielsweise auch den Torabschluss. Da fehlt uns die Kaltschnäuzigkeit bei einer ganzen Reihe an Spielern.
Am Freitag geht es zur SG Kerzell. Dort treffen Sie auf ein mit 3:0 in Lütter top gestartetes Team und auf einige Spieler, die Sie letzte Saison noch trainiert haben...
Ich freue mich schon, denn zu meinem Gegenüber Heiko Rützel hatte ich in Eichenzell einen super Draht. Dazu kommen George Kitagenda, Konstantin Beloserow, Besfort Tafolli, Manuel Gies, aber auch Hysen Haxhiu, den ich ja zu meiner Lehnerzer Zeit hatte. Es wird auch kein Hassspiel geben, obwohl zwischen beiden Vereinen mal etwas passiert sein soll. Das war aber lange vor der Zeit von Heiko und mir als Trainer. Die Spielverlegung auf Freitag hat wunderbar geklappt und wir werden uns alle darauf konzentrieren, ein schönes Fußballspiel zu liefern.
Wie ordnen Sie Kerzell für die neue Runde ein?
Aufgrund der Tatsache, dass mit Heiko Rützel jetzt ein Spielertrainer am Werk ist, der – wenn mal nichts mehr geht – auch mal einen Freistoß reinschießt, schätze ich die Mannschaft richtig gut ein. Ich sehe Kerzell vielleicht sogar ganz vorne im oberen Drittel. Zumal sich Leute wie George Kitagenda enorm entwickelt haben und ohnehin schon Klasseleute wie beispielsweise Sascha Heil in Kerzell spielen.
Johannesberg hat eine starke Mannschaft mit Leuten wie Walt, Wiesner oder Bese noch verstärkt. Eigentlich müsste die Meisterschaft doch Pflicht sein, oder?
Ich will jetzt nicht tiefstapeln. Aber das Wort „eigentlich“ zählt im Fußball nicht. Um Meister zu werden, muss alles passen. Wir haben sechs neue Leute geholt. Das muss sich erst finden. Obwohl: Andere haben noch mehr dazu bekommen. Ich sehe auch Haimbach ganz weit vorne. Und eine Mannschaft wie Schlüchtern/Elm ist mit ehemaligen Hessenliga-Spielern gespickt.
Am ersten Spieltag gab es einige hohe Ergebnisse. Was hat Sie am meisten überrascht?
Eigentlich interessieren mich Ergebnisse am ersten Spieltag noch nicht, weil da zu viele Dinge mit reinspielen. Ich denke da nur an die Ferienzeit. Ich weiß beispielsweise nicht, wie viele Leute beim 2:7 von Steinau in Schlüchtern/Elm gefehlt haben. In den kommenden Wochen sind wir schlauer.
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