Takidis wieder im Alzenauer Tor

Ioannis Takidis steht wieder im Alzenauer Tor. Foto: Steffen Turban

Seit dem 2:1-Sieg in Hadamar steht beim Hessenligisten FC Bayern Alzenau wieder der 37-jährige Routinier Ioannis Takidis zwischen den Pfosten. Der Grieche, der weite Teile der Vorbereitung wegen seines Urlaubs verpasste und sich vor dem ersten Spieltag verletzte, wurde in den ersten fünf Spielen vorzüglich vom 19-jährigen Armend Brao vertreten.

Sein Meniskuseinriss ist mittlerweile ausgeheilt und es war allen Beteiligten klar, dass der frühere Torwart von Rot-Weiss Frankfurt wieder in das Alzenauer Tor zurückkehren würde. Schade jedoch für den jungen Brao, der als Eigengewächs aus der eigenen U19 in den ersten fünf Saisonspielen sowie im Hessen-Pokalspiel bei TS Ober-Roden überzeugende Vorstellungen abgegeben hatte.

"Ich habe das dem Jungen erklärt und er hat keine negative Reaktion gezeigt. Wir haben alle Spiele mit ihm im Tor gewonnen und deshalb ist es schade, ihn jetzt rauszunehmen. Aber Takidis hat 20 Saisons Vorsprung vor ihm und wir setzen auf seine Erfahrung. Armend hat verstanden, dass diese Spielzeit für ihn ein Lehrjahr ist und er ist dankbar dafür", erklärt FC Bayern-Trainer Angelo Barletta den Torhüterwechsel. Bei weiteren Verletzungen oder möglichen Sperren - Takidis sah in den letzten Jahren häufiger die Rote Karte - stünde Brao jederzeit Gewehr bei Fuß, um weitere Erfahrungen im Hessenliga-Team zu sammeln.

Salvatore Bari jetzt schon bei 100 Prozent

Auch mit seinen Stürmern ist der Übungsleiter sehr zufrieden. Neuzugang Hedon Selishta wurde vom westfälischen Oberligisten TuS Erndtebrück geholt und hat bereits sieben Treffer erzielt. Der lange verletzte Kapitän Salvatore Bari ist wieder fit, obwohl Barletta mit ihm erst so richtig ab dem zehnten Spieltag rechnete. "Salva ist ein Phänomen. Er hat so stark aufgeholt, dass ich ihn schon jetzt bei 100 Prozent sehe", verdeutlicht der Ex-Profi.

Vorfreude herrscht bei den Unterfranken, die mit 18 Punkten hinter dem FC Gießen auf Rang zwei stehen, auf das Duell im Hessen-Pokal-Achtelfinale gegen Regionalligist Kickers Offenbach. Da die "kleinen Bayern" am Spieltag des 3. Oktober spielfrei sind, wurde die Begegnung auf den Tag der deutschen Einheit terminiert. "Das wird ein Super-Event, ist aber noch weit weg. Da wir nachmittags spielen, rechnen wir mit einer vierstelligen Zuschauerzahl", blickt Barletta voraus.