Gruppenliga Frankfurt West
28. Spieltag


FC Olympia Fauerbach

2

:

4


1. FC Oberstedten

Anpfiff

Sa - 15.04. 16:00 Uhr

Spielstätte

RP Friedberg-Fauerbach

Zuschauer

131

Schiedsrichter

Michael Dutschmann (Solms)

Tietz und Rissling einig: "Fundamental wichtiges Spiel"

Fauerbachs Sascha Hartmann (Nummer zehn) empfängt am Samstag mit seinen Fauerbachern den FC Oberstedten. Foto: Mithat Gürser.

Wenn am Ostersamstag in einem vorgezogenem Spiel des 28. Spieltages der Gruppenliga Frankfurt West der FC Olympia Fauerbach auf den 1. FC 09 Oberstedten trifft, so haben beide Teams nicht nur das Kürzel "FCO" gemeinsam, sondern auch die Vereinsfarben Schwarz-Weiß. Für beide Teams ist die Partie darüber hinaus sehr wichtig im Kampf um den Klassenerhalt.

FC Olympia Fauerbach - 1. FC 09 Oberstedten (Samstag, 16 Uhr)

Eigentlich hätte die Partie Ende April an einem Donnerstag stattfinden sollen, beide Klubs einigten sich jedoch auf der Rückrundenbesprechung auf die Austragung am Ostersamstag. Dabei hat das Spiel am Fauerbacher Elachfeld angesichts der Tabellenkonstellation eine ganz wichtige Bedeutung für beide Vereine. Momentan weist Fauerbach mit 34 Punkten auf Rang elf genau drei Zähler mehr auf als Aufsteiger Oberstedten auf Rang 13. Das bedeutet, dass beide Teams sich zumindest derzeit nicht auf Abstiegsplätzen befinden, da aus der übergeordneten Verbandsliga Süd momentan nur die Spvgg. 05 Oberrad in der West-Gruppenliga absteigen würde. Da aber auch der FC Kalbach und Türk Gücü Friedberg noch stark gefährdet sind, sollten sich beide Teams nicht darauf verlassen, dass dies auch am Saisonende so sein wird. Die Platzherren starteten mit drei Niederlagen sehr schlecht nach der Winterpause und fielen zwischenzeitlich gar in die Abstiegszone ab. Mit acht Punkten aus den letzten vier Spielen, darunter auch das 2:0 in Merzhausen, konnte das Team von Trainer Matthias Tietz aber wichtigen Boden in der Tabelle gut machen. "Wir können uns mit einem Sieg auf sechs Punkte von Oberstedten entfernen, könnten aber auch nach dem Spiel punktgleich sein", rechnet Tietz vor. Die Motivation werde bei beiden Mannschaften sehr hoch sein und Tietz sieht sein Team nach dem 2:0-Coup in Merzhausen mit Rückenwind: "Das war ganz wichtig für die Moral. Wir haben da verdient gewonnen".

Angesichts des Auftaktprogramms nach der Winterpause mit Spielen beim SV BKC Bosnien, gegen den FC Neu-Anspach und bei der SG Bornheim Grün-Weiss hatte der Fauerbacher Coach schon eine böse Vorahnung: "Da hatte ich schon geahnt, dass es drei Niederlagen geben könnte und so kam es auch. Diese Niederlagen haben uns weh getan und dementsprechend auch zurückgeworfen". Das Hinspiel verloren die Fauerbacher im Oberurseler Stadtteil deutlich mit 0:3, auch deshalb hat Tietz durchaus Respekt vor dem Aufsteiger: "Oberstedten hat etwas gebraucht, um in der Liga anzukommen. Der Erfolg gibt ihnen nun Recht". Ein besonderes Augenmerk gelte es auf Nouri Jeghan zu werfen, dem mit 13 Toren besten Torschützen der Gäste. Tietz, der seinen FC Olympia Fauerbach am Saisonende nach sieben Jahren verlassen wird, möchte sich unbedingt mit dem Klassenerhalt verabschieden: "Dieses Schwert möchte ich nicht im Rücken haben. Ich werde mein Fauerbach ordentlich verlassen". Die Entscheidung sei ihm, der gegenüber vom Sportplatz "Am Runden Garten" wohnhaft ist, natürlich sehr schwer gefallen: "Es hat lange gedauert, bis der Gedanke überhaupt über die Lippen kam. Ich musste diese verdammt lange Zeit auch mal sachlich bewerten".

Rissling: "Im Zweikampfverhalten eng am Mann stehen"

Tietz trainiert die Olympianer seit Oktober 2013 und führte den Klub 2015 als Vizemeister in die Aufstiegsrunde zur Verbandsliga Süd, wo die Wetterauer knapp am FC Fürth und an Germania Großkrotzenburg scheiterten. Seine persönliche Zukunft ist dagegen noch unklar. Nachdem sich Verhandlungen mit Verbandsligisten zerschlagen haben, kommt für Tietz auch "ein Sabbatjahr" in Frage. Oberstedten sammelte nach der Winterpause schon zwölf Punkte ein, besiegte dabei Seckbach, Merzhausen und zuletzt auch Königstein. "Wir müssen in Fauerbach körperlich und läuferisch alles abrufen und dürfen nicht ins offene Messer rennen. Im Zweikampfverhalten eng am Mann stehen und schnell umschalten wird dabei wichtig sein", fordert Oberstedtens Trainer Artur Rissling, der im Gegensatz zu Tietz seinem Verein erhalten bleibt. Wie sein Kollege spricht Rissling von "einer fundamental wichtigen Partie für die Tabelle. Jetzt geht es an die Zielgerade. Wir haben 31 Punkte und noch vier Heimspiele. Zehn Punkte brauchen wir noch", rechnet Rissling hoch. Zuletzt hatte sein Team auswärts viele Gegentore kassiert und zwei böse Schlappen einstecken müssen.

Während die 1:5-Niederlage bei Tabellenführer SG Rot-Weiss Frankfurt II noch vertretbar war, setzte es beim Mitaufsteiger und Abstiegskonkurrenten Türkischer SV Bad Nauheim ein 1:6. "Da war ich schon enttäuscht, aber so eine Leistung ist auch erlaubt, wenn wir eine Reaktion zeigen und eine Antwort geben. Wir haben uns kurz geschüttelt und mit dem 1:0 gegen Königstein sind wir wieder in die Spur gekommen", verdeutlicht Rissling, der momentan "alles im Rahmen" sieht: "Wir wissen, wo wir herkommen. Wir sind das kleine Oberstedten und setzen auf Eigengewächse, Kameradschaft und Engagement. Mit einem Remis in Fauerbach wäre ich zufrieden". Den Gegner sieht der Coach als "Toptruppe. Vor allem Michael Walther ist ein ganz starker Mann, glänzt mit gutem Tempo und guten Umschaltaktionen". Dass der Rasenplatz in Fauerbach nicht optimal sei, käme den Oberstedtenern nicht ungelegen: "Bei uns ist es ähnlich, wir kennen solche Plätze. Für uns ist das ein gewöhnlicher Belag", so Rissling, der auf Stürmer Vincent Warnecke (Schulterverletzung) verzichten muss.

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