Torhüter der Region - Christoph Grösch (TSV Lehnerz II)

Christoph Grösch spielt seit mehr als zwölf Jahren für den TSV Lehnerz. Foto: Charlie Rolff

Auch in diesem Jahr nutzen wir die Winterpause, um unseren Lesern Spieler aus der Region vorzustellen. Diesmal sind aber keine Kapitäne oder Spielführerinnen an der Reihe, sondern Torhüter. Wir stellen euch ab sofort jeden Tag die Keeper vor, die von Hessenliga bis KOL in ihrem Team bislang am häufigsten in dieser Saison zum Einsatz gekommen sind. Heute ist Christoph Grösch vom Verbandsligisten TSV Lehnerz II an der Reihe.

Name: Chris Grösch

Spitzname: Gröschi

Geburtsdatum: 28.09.1994

Im Verein seit: 2005

bisherige Vereine: SV Maberzell, TSV Lehnerz

Familienstand: ledig

Lieblingsverein: Eintracht Frankfurt

Das verrückteste Spiel meiner Karriere: Ganz klar das Relegationsspiel bei Lehnerz III gegen Hauswurz vor ca. zwei Jahren, als wir mit einem Mann mehr ein 3:0 nach 60 Minuten verspielt haben. Wir bekamen kurz vor Schluss das 3:3. Ich dachte damals: Wahnsinn! Was ist denn hier los? Die Hauswurzer waren so im Rausch mit ihren 600 Zuschauern im Rücken, dass sie uns sogar noch mit 3:4 bezwingen konnten.

Mein bester Feind am Fußballplatz: Jan Henrik Wolf – danke, dass du enthüllt hast, dass ich so ein guter Sänger unter der Dusche bin. :D

Das wollte ich meinem ehemaligen Mitspieler schon immer mal sagen: Kopf hoch, Paddy Broschke! Wir können uns im Frühjahr sehr gerne zusammen auf die Tribüne setzen ;) Spaß beiseite: Du bist ein großartiger Spieler, mein Freund und ich bin mir sicher, dass ein Spieler von deinem Format sich nicht davon beeinflussen lässt. Schade jedoch, dass wir uns jetzt nicht mehr bei Hallenturnieren duellieren können.

Die schönsten Grätchen bekommt in unserer Mannschaft ganz klar Paul Hohmann hin. Gerade weil sie so selten und immer in Zeitlupe sind, sind sie ein wahrer Genuss.

Ich bin im Tor, weil die Torwartlegenden Gigi Buffon und Oliver Kahn (gerade durch seine Leistungen bei der WM 2002) immer meine Helden waren. Als Kind habe ich geweint, weil ich keine blonden Haare wie Oli Kahn hatte.

Das Gegentor ist bei mir hängen geblieben: Das großartige Fallrückziehertor von Sebastian Schuch letzte Saison gegen uns im Derby gegen Hünfeld.

Dieses Tor hätte ich verhindern können: Da hat mir sicherlich das ein oder andere Tor schlaflose Nächte bereitet – ich spiele immerhin schon fast 20 Jahre Fußball. Aber im Laufe der Zeit lernt man selber mit Fehlern umzugehen. Fußball ist geprägt von Licht- und Schattenmomente.

Auf den Trainingsplatz kommt regelmäßig zu spät: Leon Wittke – Sorry, ich musste arbeiten oder sorry, ich hatte Uni.

Das wollte ich meinem ehemaligen Torwarttrainer schon immer mal sagen: Spiro Cosic, danke für alles! Wir müssen auch noch Kaffee trinken gehen!

Wenn ich ein Tier wäre, wäre ich ein Affe.

Torhüter sind verrückt, weil wir uns in jeden Schuss werfen, jedem Gegner entgegen springen und die Leute sich letztendlich an Fehler, statt an solide Leistungen erinnern.

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