Sa - 11.10. 15:30 Uhr
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Verbandsliga: HSV übernimmt die Tabellenführung
Dem HSV gelang ein Blitzstart: Nach fünf Minuten spielte Kassels Marvin Pfeffer einen Freistoß genau in die Füße von Christoph Neidhardt, der nahm Robert Simon auf rechts mit, Simon behielt die Ruhe und bediente mustergültig den komplett blank stehenden Maurus Klüber. Der Rest war Formsache. Pfeffer war der Unglücksrabe schlechthin in dieser Situation, denn er hob in der Mitte auch noch das Abseits auf.
Den Sportianern war in der Folge der Respekt förmlich anzusehen, denn sie agierten mit einer Fünfer- und einer Viererkette ganz tiefstehend. Hünfeld schaffte es aber zu selten, die Abwehrreihe zu knacken und machte den Gegner dann auch noch selbst stark: Sebastian Gensler hatte den Ball eigentlich schon sicher, schenkte ihn leichtfertig an Ismet Yegül her, der locker an Tim Gutberlet vorbei zum 1:1 einschob (19.).
Hünfeld versuchte sich zu berappelen, Simon vergab einmal freistehend, Krieger hatte mehrfach Pech, als er in letzter Sekunde gestoppt wurde. Sieben Minuten vor der Pause war Krieger wieder in den Sechzehner gezogen, wurde von zwei Kasslern in die Zange genommen, Neidhardt blieb aus elf Metern eiskalt. Die knappe Führung nahmen die Haunestädter mit in die Pause, auch weil Tim Gutberlet bei einem Kopfball von Tim Metzner auf dem Posten war (45.).
Wie schon in Halbzeit eins kamen die Haunesädter besser ins Spiel und trafen diesmal sogar noch schneller: Neidhardt setzte sich rechts durch, flankte auf den langen Pfosten, dort scheiterte Robert Simon zunächst am Pfosten, machte den zweiten Versuch dann rein.
Danach nahm Hünfeld das Tempo raus, und agierte eine Spur zu lässig. Unaufmerkamkeiten von Tim Gutberlet und Lukas Budenz ermöglichten Kassel den möglichen Anschlusstreffer, der sollte aber nicht fallen. Gerade nach zwei Wechseln brauchte Hünfeld lange, um wieder in die Grundordnung zu kommen. Spätestens nach Neidhardts Großchance auf das 4:1 20 Minuten vor Schluss, übernahm der Gastgeber aber wieder das Zepter und ließ wenig anbrennen. Steffen Witzel und Niclas Rehm ließen zum Ende noch gute Chancen liegen.
"Mit der ersten Halbzeit bin ich zufrieden. Das 3:1 hat uns dann nicht gutgetan, wir hätten es eigentlich leicht gehabt, aber jeder Spieler hat einfach ein paar Prozente zu wenig gegeben", resümierte HSV-Coach Dominik Weber.
Erstmals in dieser Saison durfte Klüber von Anfang an ran, er machte seine Sache gut, unterstützte Robert Simon in vorderster Front und belohnte sich mit dem frühen Tor selbst.
Hünfeld: Gutberlet; Schilling, Gensler, Witzel, Yildiz - Neidhardt, Alles, Budenz (61. Link), Krieger (79. Rehm) - Simon, Klüber (55. Hampl).
BC Sport: Schwarz; Pfeffer, Metzner, Kahraman, Ghebramlak (76. Alpaslan), Dietrich - Gül (46. Murawski), Saiti, Hess, Yegül - Ersoy (71. Farahnak).
Schiedsrichter: Boris Reisert (TG Ober-Roden). Zuschauer: 220. Tore: 1:0 Maurus Klüber (5.), 1:1 Ismet Yegül (19.), 2:1 Christoph Neidhardt (38., Foulelfmeter), 3:1 Robert Simon (49.).