Birkenbach zurück beim SVS
"Verbindung war immer eng"
Christian Birkenbach kehrt vom Hessenligisten Buchonia Flieden zu seinem Heimatverein SV Schweben als Spielertrainer zurück. Foto: Charlie Rolff
Seit wann hat sich der Wechsel nach Schweben angebahnt?
Wir waren seit meinem Weggang 2019 immer in Kontakt geblieben. Unser Dorf ist nicht groß, da bleibt die Verbindung immer eng – auch zum Sportlichen Leiter Martin Seng. Wir haben regelmäßig unter Freunden gesprochen. So richtig konkret wurde es im Dezember.
Bist du überrascht, dass der SV Schweben so tief im Keller angesiedelt ist?
Vielleicht ein bisschen. Dadurch, dass ich Mannschaft und Verein bestens kenne, weiß ich, dass es schon immer Phasen gegeben hat, in denen es super lief und anschließend wieder schwächere Monate folgten. Da fehlt manchmal die Trainingsbeteiligung und wenn noch Verletzte dazu kommen, steckst du schnell in einem Strudel.
Der bisherige Trainer Mario Lins ist weiterhin im Amt, nur, dass ihr fortan im Gespann arbeitet. Wie genau wird die Aufgabenverteilung aussehen?
Wir beide werden uns gut ergänzen und intern haben wir dieses Thema genau besprochen. Mario wird bald zum zweiten Mal Vater und von daher passt das super. Wie genau die Verteilung aussehen wird, bleibt aber zunächst innerhalb des Vereins.
Du bist recht nah dran am SV Schweben geblieben. Wo genau liegen die Hauptprobleme, dass man bisher erst zwei von 15 Spielen gewonnen hat?
Man muss sich nur die Tordifferenz anschauen und da sieht man schon, dass wir mit 15 Toren aus 15 Spielen viel zu wenige Treffer erzielt haben. Wenn du Spiele gewinnen willst, musst du Tore schießen. Wir versuchen, deutlich gefährlicher in der Offensive zu werden. Defensiv sehe ich weniger Probleme.
Mit Carsten Stey fehlt der wichtigste Offensivspieler mit Kreuzbandriss mindestens für den Rest der Saison. Wie soll die Lücke geschlossen werden?
Mit dem Marokkaner Mohammed Amine Nassir haben wir einen neuen Spieler dazu bekommen, der im Probetraining alle überzeugt hat. Dazu hat Florian Storch ein klares Signal gegeben, dass er in der Rückrunde zeitlich voll mitziehen kann und auch im Training dabei ist. Auch Alexander Bleuel hat lange nicht gespielt, kehrt aber zur Rückrunde zurück. Mal sehen, wie sich das alles entwickelt.
Was wäre dein größter Wunsch für die Restrunde?
Dass alle voll mitziehen und die Trainingsbeteiligung hoch sein wird. Das wird ganz wichtig sein. Dazu kommt, dass ich mir wünsche, dass der eine oder andere Spieler mehr Vertrauen in die Mannschaft bekommt und sich so selbst steigern kann. Wir haben etliche gute Kicker in der Truppe.
Noch ein Blick zurück auf dein letztes halbes Jahr in Flieden. Hat sich die Rückkehr in die Hessenliga mit sechs Einsätzen gelohnt?
Auf alle Fälle, denn ich wollte es mir selbst noch einmal beweisen. Es wären mehr Einsätze geworden, denn ich hatte eine wirklich gute Vorbereitung. Leider kam dann meine Verletzung dazu, die sich unerwartet lange hingezogen hat.