Waldhof Mannheim feiert und lässt halb Hessen aufatmen

Weil Waldhof Mannheim die Liga gehalten hat, steigen auch die Klassenerhaltsaktien für den SV Steinbach um Alexander Reith rasant an. © Charlie Rolff

Der Klassenerhalt in der 3. Liga von Waldhof Mannheim hat Auswirkungen für abstiegsbedrohte Mannschaften in Hessen und der Regionalliga Südwest.

Der SV Waldhof Mannheim hat eine Saison weit hinter den eigenen Erwartungen doch noch zu einem versöhnlichen Ende geführt, am vorletzten Spieltag dank des klaren 4:2-Erfolgs gegen den SV Sandhausen den Klassenerhalt gefeiert und dafür gesorgt, dass nach Freiburg II, Lübeck und Duisburg auch der Hallesche FC in die Viertklassigkeit absteigen muss. Der Klassenerhalt für Waldhof Mannheim hat gleichzeitig elementare Auswirkungen auf andere Ligen

Regionalliga Südwest:

Fakt ist deswegen, dass es „nur“ vier und keine fünf Absteiger gibt. Diese stehen mit Schott Mainz, TuS Koblenz, VfR Aalen und der TSG Balingen bereits vor dem letzten Spieltag fest. Da sich unter diesem Quartett kein hessisches Team befindet, müssen aus der Hessenliga in dieser Saison nur zwei Teams direkt absteigen.

Hessenliga:

Definitiv zwei Direktabsteiger. Die schlechtesten Karten besitzt vier Spieltage vor Schluss TuS Dietkirchen (21 Punkte). Akut gefährdet sind 1. FC Erlensee (26), Viktoria Griesheim (26) und SV Steinbach (26). Dieses Quartett macht zwei Direktabsteiger, einen Relegationsteilnehmer und ein Team, das sicher die Klasse hält, unter sich aus. Unwahrscheinlich, dass Hanau 93 und Marburg (jeweils 33) noch einmal in Gefahr geraten, auch weil Erlensee und Steinbach noch direkt aufeinandertreffen.

Verbandsliga Nord:

Mindestens zwei Direktabsteiger, die mit dem SSV Sand und dem SV Reichensachsen bereits feststehen. Drei Absteiger, falls der SV Steinbach aus der Hessenliga direkt absteigt. Gefährdet sind hier insbesondere SC Willingen (28), Britannia Eichenzell (29) und FSV Dörnberg (31). Theoretisch könnte es auch noch den SV Neuhof (34) erwischen. Das Team, das direkt vor den Abstiegsrängen liegt, muss in die Abstiegsrelegation.

Verbandsliga Mitte:

Mindestens zwei Direktabsteiger, wovon mit der TSG Wieseck einer bereits feststeht. Akut gefährdet sind SC Waldgirmes II (26), FC Dorndorf (27), RSV Weyer (28) und FC Burgsolms (29). Drei Direktabsteiger sind möglich, falls TuS Dietkirchen direkt aus der Hessenliga absteigt. Das Team, das direkt vor den Abstiegsrängen liegt, muss in die Abstiegsrelegation.

Verbandsliga Süd:

Mindestens zwei Direktabsteiger, wovon mit den FFV Sportfreunden einer bereits feststeht. Akut gefährdet sind JSK Rodgau (27), Rot-Weiss Frankfurt (27), FCA Darmstadt (29), VfR Fehlheim (30) und Spvgg. Neu-Isenburg (30). Drei Direktabsteiger, falls Erlensee oder Griesheim direkt aus der Hessenliga absteigen. Vier Direktabsteiger, falls Erlensee und Griesheim direkt aus der Hessenliga absteigen. Das Team, das direkt vor den Abstiegsrängen liegt, muss in die Abstiegsrelegation.

Gruppenliga Fulda:

Mindestens zwei Teams steigen direkt ab. Drei werden es nur dann, falls der SV Steinbach aus der Hessenliga direkt absteigt und auch Britannia Eichenzell aus der Verbandsliga Nord direkt absteigt. Thalau (19) und Kerzell (21) haben die schlechtesten Karten, Petersberg (24) und Neuenstein (28) sind gefährdet. Das Team, das direkt vor den Abstiegsrängen liegt, muss in die Abstiegsrelegation. Der Rattenschwanz ist zwischen Gruppen- und Kreisoberliga abgeschnitten, da in den drei Fuldaer Kreisoberligen festgelegt ist, dass jeweils zwei Teams absteigen und der Drittletzte in die Relegation muss.